Eindrücke Kursteilnehmer -Wochenende Kloster Triefenstein

Einkehrtage für Kursteilnehmer vom 12.-14.10.2018

Bei wunderbarem „Sommerwetter im Herbst“ wurden wir willkommen geheißen. Wir spürten, es ist gut, hier zu sein. Das Abendgebet um 18.00 Uhr war eine erste Einladung innezuhalten, und die Mahlzeiten boten die Gelegenheit, das leckere Essen und die Gemeinschaft zu genießen.

FREUDE

Am Abend wurden wir mit einem wunderschönen Bodenbild überrascht. Vor uns lag ein blühendes Kreuz in einem Kreis aus lauter kleinen Herzvasen. Dabei stand immer ein Kärtchen mit dem Thema dieses Abends: DIE FREUDE AM HERRN IST EURE STÄRKE! Neh.8,10.  Das Bodenbild drückte die Freude, die Lebendigkeit und die Vielfalt aus. Wir haben Grund zur Freude, denn Jesus kommt zu uns, erwartet uns und will uns beschenken. Das gilt auch in Zeiten, wenn es uns nicht so gut geht. Wir wurden beschenkt.

PSALMEN

Wir lernten die Psalmen als Ausdruck des Lebens kennen: Der Herr ist mein Hirte,… Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten,….Dennoch bleibe ich stets an dir, denn du hältst mich,….Lobe den Herrn meine Seele…, um nur einige zu nennen. Nachdem wir nach der Begrüßungsrunde auch noch der Cafeteria einen Besuch abgestattet hatten, war auch schon der erste Tag vorbei.

Bruder Gustav begleitete uns in diesen Tagen. Er hat uns an 2 Psalmen gezeigt, dass darin die ganze Bandbreite des Lebens enthalten ist. Am Samstag ging es um Psalm 13: Hilferuf eines Angefochtenen, ein Psalm Davids. Es ist ein kurzer Psalm, ein Klagepsalm. Bruder Gustav hat ihn sogar einen Beschwerdepsalm genannt und die Frage aufgeworfen, ob wir uns Gott gegenüber überhaupt beschweren dürfen. JA, wir dürfen. Der Beter weiß, wohin er sich mit seiner Klage wenden soll. In Psalm 62,9 heißt es: „Schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsere Zuversicht“. Mit allen Dingen mit denen wir vielleicht nicht mehr zu Menschen gehen können oder wollen, dürfen wir zu ihm kommen. Er wird helfen, er kann nicht anders. Vielleicht nicht so, wie wir es erwarten, aber er wird helfen. Am Sonntagmorgen beschäftigten wir uns mit Psalm 85. Darin erwarten die Beter eine Antwort von Gott. Was erwarten wir auf unsere Gebete?  Wie hört man Gott überhaupt? Und wie antwortet er auf Gebete? In kleinen Gesprächsrunden konnten wir den Fragen weiter nachgehen und, wie die Menschen in den Psalmen, unseren Weg finden zum VERTRAUEN AUF GOTT!

Den Samstagnachmittag haben wir bei schönstem Wetter genossen, auch das ein Geschenk Gottes. In den Gärten, beim Spaziergang oder plaudernd mit einer Tasse Kaffee oder Tee. Eine kleine Gruppe hat ausprobiert, einen eigenen Psalm zu schreiben und durfte das als Bereicherung erfahren.

KELLERKAPELLE

Verschiedene Stationen luden uns dort ein, uns auf das Abendmahl vorzubereiten: Man konnte ablegen was beschwert, das Herz ausschütten in Dank, Bitte und Klage, ein Licht der Freude anzünden, und das Abendmahl empfangen. Dies ist immer eine sehr persönliche, eindrückliche Zeit.

Ein Bericht von Bruder Gustav über die Arbeit in Vanga (Kongo) hat uns aufgerüttelt. Mir persönlich hat es wieder mal sehr deutlich vor Augen geführt, wie gut es uns doch geht.

Beschenkt – so konnten wir heimkehren. Das große Klostertor hat sich geöffnet, um uns in unseren Alltag zu entlassen. Danke an alle, die diese wundervollen Tage gestaltet haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal.

R. Klären