Bericht von der Familienfreizeit 19.-26.5.2018 in Ralligen/Schweiz bei den Christusträger-Brüdern

Sehnsucht nach Freundschaft –

So lautete das Thema unserer Familienfreizeit mit ca. 65 TeilnehmerInnen und MitarbeiterInnen in Ralligen am Thuner See.

Gleich am ersten Abend stellte sich jede Familie mit einer Wasser- oder Fischgeschichte vor, und jeder Teilnehmer bastelte sein Namensschild in Form eines Fisches.  Im Anschluss trafen sich alle Kinder und Jugendlichen mit den JugendmitarbeiterInnen im Jugendhaus zum Spielstart eines Freizeitspieles, das alle von Anfang an in Spannung brachte und das Gefühl vermittelte, ich gehöre dazu.

Der Pfingstsonntag begann mit dem Morgengebet um 8:30 Uhr in der Kapelle. Nach dem Frühstück trafen wir uns, wie an jedem Vormittag,  im Festsaal, um gemeinsam zu singen.  „Jona, der eigensinnige Prophet und der vielseitige Gott“ war das Thema, mit dem sich die Kinder und Jugendlichen dann in ihren Gruppen kreativ und spielerisch beschäftigten. Die Erwachsenen hörten biblische Impulse von Bruder Gerd und Bruder Peter, um dann in kleinen Gesprächsgruppen  Fragen zu stellen und darüber auszutauschen. Am Nachmittag stellte uns das bewährte Team der Gebertsfamily  vor die Aufgabe,

eine Arche zu bauen     und Jona von der anderen Seite des Thuner Sees zu retten. Mit Begeisterung und vereinten Kräften konnten wir diese Herausforderung bewältigen.
Abends stellten uns die Christusträger-Brüder in Bildern und persönlichen Berichten ihre verschiedenen Arbeitszweige vor.

Spaß und Abwechslung hatten wir beim Baden im See (trotz frischer Wassertemperatur), beim Bootfahren,

chillen, spielen, ebenso wie beim Nägel lackieren mit Fitz, Origami falten mit Elisabeth, Henna-Tattoos mit Katja und Pompom-Schlüsselanhänger basteln mit Meike. Jeder konnte seine Variante finden.

An einem Abend besuchte uns als Gastreferent Thomas Klimkeit. Er sprach über das Insektensterben und machte seinen Vortrag mit einer Bildpräsentation anschaulich. Wir erfuhren einiges über die ökologischen Zusammenhänge, Veränderung der Umweltbedingungen und ihre Auswirkungen. Noch Tage später beschäftigte uns, was wir gehört hatten und wir sprachen darüber. Unser Bewusstsein dafür war geweckt worden.

Der Tagesausflug war im wahrsten Sinn des Wortes unser Höhepunkt.  Gemeinsam starteten wir auf 1583 Höhenmeter. Von der Lombachalp aus teilte sich die Gruppe in drei verschiedene Routen. Es gab einen geteerten Weg für die Kinderwagenschieber und eine 300 und 600 Höhenmeter-Route. Die Wanderer, die das 2137 Meter hohe Augstmatthorn bestiegen, wurden mit einer wunderschönen Aussicht belohnt, allerdings mussten sie dazu schwindelfrei sein!!

Am Abend wurden wir mit leckeren gegrillten Köstlichkeiten belohnt.
Die Lebensgeschichte eines Sudanesen führte uns in anschaulicher Weise eine ganz andere Kultur und Religion vor Augen. „Hass gelernt – Liebe erfahren“ von Yassir Eric zeigte uns, wie Gott größer ist, als wir denken können  und sich Menschen zeigt.

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen von Völkerballturnier und Buntem Abend.
Dazu bereitete jede Gruppe und auch Einzelpersonen Programmpunkte vor. Unter der Moderation von „Lukluksim“ ( Lukas, Lukas, und Simeon) konnten wir faszinierende Akrobatik bestaunen, die Kleinsten sangen ihr Freizeitlied mit Hingabe, Meike führte mit einer spontan zusammengestellten Gruppe einen Tanz vor und Elisabeth inspirierte zwei Gruppen zu einem Szenentheater. Absoluter Höhepunkt war ein Video der Jugendlichen. Sie hatten die Jona-Geschichte ins „Heute“ gebeamt und waren selbst die besten Schauspieler. Der Applaus nahm fast kein Ende.

Am Freitag wurden alle etwas wehmütig, die Freizeit neigte sich dem Ende zu. Diesen Tag konnte jeder nochmals auf seine Weise genießen und am Abend versammelten wir uns in der Kapelle. „Du stellst meine Füße auf weiten Raum, du trägst mich auf Flügeln der Liebe. Freiheit beginnt, wenn wir Gott vertraun. Er stellt uns auf weiten Raum.“ Mit diesem Freizeitlied konnte jeder ausdrücken, was er auf der Freizeit erfahren hatte. Wir konnten dann einen Stein symbolisch ablegen, eine Kerze anzünden und feierten gemeinsam das Abendmahl. So haben wir auf vielfältige Weise den Segen Gottes empfangen. „Sei du der Mittelpunkt in meinem Leben, in meiner Schwäche und in meiner Stärke…“ war unser gesungenes Gebet.

Beim letzten Frühstück haben wir der super leckeren Küche gedankt und auch allen, die zum Gelingen der Freizeit beigetragen haben. Die Christusträger-Brüder sind wunderbare Gastgeber und für uns ein großer Segen. Nach unserer legendären „Verabschiedungsschnecke“ machten wir uns auf die Heimreise, mit dem Dank an Gott im Herzen und seinem Segen über uns.

Chiara Völker