Glaubenskurse in Österreich

Wow, das war spannend! Diese Initiative hatte für lange Zeit unsere vollen, ungeteilten Kräfte gebündelt – und so haben wir die Auswertung herbeigesehnt….

Hier ist sie:

FAKTEN: Von 194 Gemeinden unserer Kirche haben 70 rückgemeldet. Dem entsprechend wurden in 50 Gemeinden insgesamt 58 Kurse zum Glauben durchgeführt. Durchschnittlich waren 16 Teilnehmende an 4 Abenden oder mehr in den Kursen; begleitet von je 3 Mitarbeitenden. Insgesamt sind das an ca. 280 Abenden knapp 4500 TN plus 800 Mitarbeitende.

Die Rennpferde unter den Kursformaten waren ‚Stufen des Lebens‘ (16) und ‚Frei sein. Verantwortung wagen‘ (15), zusammen mehr als die Hälfte. Dahinter kommen ‚Im Zeichen der Rose‘ (6), selber konzipierte (5), ‚Vergnügt. Erlöst. Befreit‘ (4) und ‚Emmaus‘ (4). Der Rest verteilt sich auf weitere 5 Kursangebote.

Bei der Frage nach der Wirkung der Angebote sind hervorzuheben: Die Teilnehmenden haben ihre Glaubenswurzeln wieder entdeckt oder vertieft (90% Zustimmung); und: Sie wissen besser über ihren Glauben Bescheid (82%). Interessant ist auch, dass 45% sagen, dass die Teilnehmenden im Lauf des Kurses eine Gruppe geworden sind; und in 43% der Kurse haben Menschen teilgenommen, die bisher keinen Bezug zur Gemeinde hatten. Das ist doch großartig! Schließlich planen fast die Hälfte fix ein Folgeangebot, und weitere 37% sagen: Eventuell wird es so etwas geben.

KOMMENTAR: Zunächst: Wir sind froh darüber, dass 50 Gemeinden Kurse durchgeführt haben. In diesem Jahr 2017, in dem so viel los war, auch noch einen Kurs zum Glauben anzubieten, war eine Herausforderung! Dass insgesamt viereinhalbtausend oder max.

fünftausend Menschen die ‚Drehkreuze‘ durchschritten haben, um an einem der Kursabende teilzunehmen, klingt beeindruckend, trifft aber unsere Erwartungen nicht, die waren höher. Im Rückblick betrachtet waren diese wohl unrealistisch. Richtig stark haben wir die Vorbereitungsphase erlebt: Oberösterreich hatte die Kampagne überhaupt zu ihrer eigenen gemacht, Wochenend-Schulungs-Seminar inklusive. In Burgenland und Niederösterreich durften wir eine Pfarrkonferenz zu dem Thema gestalten, in der Steiermark auf dem Gustav-Adolf-Fest eine Probeeinheit mit fast 100 TN durchführen, in Kärnten einen Tag an der Akademie gestalten. Dazu kamen viele, viele Einzelgespräche und die Herausgabe von zwei begleitenden Broschüren. Im Inneren Salzkammergut haben sich acht Gemeinden zusammen getan, um eine gemeinsame Werbung auf die Beine zu kriegen.

Wir freuen uns darüber, dass der bei uns in Ö entwickelte Kurs ‚Frei sein. Verantwortung wagen‘ so gut angenommen wurde, nur knapp geschlagen von unserem ‚WeG-Haus-Favoriten‘ ‚Stufen des Lebens‘!

STATISTIK UND DAS WIRKLICHE LEBEN: Hinter den Zahlen und in diesen kaum darstellbar, strahlen Menschen hervor: Welche, die wieder und gerne mitgewirkt haben, welche, die noch nie oder vor ganz langer Zeit mal in der Gemeinde waren, und welche, die auf der Suche waren: nach Gemeinschaft, nach Hoffnung, nach Gott. Die Begegnungen an den Kursabenden sind das wirklich Wertvolle dieser Initiative: die Begegnungen mit den Anderen, mit sich selber, mit Gott. Vielleicht hätte sich für eine Einzelne dieser Begegnungen der ganze Aufwand gelohnt…

DANKE!: Wir danken euch allen, die ihr in irgendeiner Funktion und Phase mitgewirkt habt!

ES GEHT WEITER: Kurse zum Glauben, nächste Runde! Wir schließen aus den Reaktionen, dass bei vielen der Wille besteht, nach den Wahlen und der Konstituierung der Gremien in den Gemeinden die Kurse-zum-Glauben-Fäden wieder aufzunehmen. Wir begleiten das sehr gerne!

Fritz Neubacher, Rektor, Referent für Evangelisation und Gemeindeaufbau  WeG Österreich http://www.eundg.at