Adventszeit

Es ist Advent. Wir öffnen Türen an unseren Adventskalendern oder wir erinnern uns daran, wie schön es war, als wir noch Kinder waren. Und in uns bleibt es dunkel! Wir zünden eine Kerze an. Und wir bleiben im Dunkeln! Kennen Sie das? Ich spüre immer mehr, dass der Advent nicht ausrecht, um all die Türen zu öffnen, die im Laufe unseres Lebens eingeschnappt sind, zugegangen sind. Ob es deshalb den Advent gibt, in dem das Öffnen der Türen am Adventskalender vielleicht ein Zeichen der Ermutigung sein soll, um unsere inneren Türen, welche verschlossen sind, zu öffnen?

Vielleicht ist die Geschichte aus der Apostelgeschichte 12 ja eine Adventsgeschichte: So wurde Petrus im Gefängnis festgehalten, aber die Gemeinde betete beharrlich für ihn. In der Nacht, bevor Herodes ihn vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten und mit zwei Ketten gebunden und die Wache vor der Tür bewachte das Gefängnis. – Und siehe, der Engel des Herrn trat herein und eine Licht erleuchtete den Raum und er stieß Petrus in die Seite, weckte ihn so auf und sagte: “Steh schnell auf.” Und die Ketten fielen von den Händen. Und der Engel sagte zu ihm. “Gürte dich und ziehe deine Schuhe an.” Petrus tat es. Der Engel sagte weiter zu ihm: “Wirf deinen Mantel über dich und folge mir.” Petrus ging hinaus und folgte ihm und wusste nicht, ob es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah. Er meinte ein Traumbild zu sehen. Sie gingen aber durch die erste und die zweite Wache und kamen zu einem eisernen Tor, welches zur Stadt führte. Diese tat sich ihnen von alleine auf.

Eine Adventsgeschichte. Vielleicht gilt es diese täglich zu lesen und zu meditieren, damit sich in uns Türen von alleine auftun können und wir den Weg zur Krippe finden. Wir haben es erlebt, wie sich Türen auftun und wie wahr diese Geschichte auch heute noch ist! Wir haben ein lebendiges Zeichen vom Himmel bekommen. Suchen und finden auch Sie nach der Tür, die sich für Sie auftut und gehen Sie gesegnet in diese Adventszeit.

(Reliphon 1998 Waltraud Mäschle)