Ein Sommerpsalm

Satt,
so satt machst du unsere Seele.
Satt mit Liedern, Freunden, Speisen, Wein.

Satt,
so satt sind wir verbunden in dir.
Einander bergend in Liebe.

In der Freude des sonnigen Tages
Und unter dem glitzernden Sternenhimmel,
im Lachen und im geteilten Lebensatem.

Worte und Blicke,
die Welt unserer Tage umsorgend
deiner Gegenwart gewiss
und mit einem Tautropfen
so unendlich beschenkt.

Satt,
so satt wird unsere Seele,
wenn sie ertrinkt in dir.

(Christiane Becker)

Es ist Oktober. Herbst. Ich nehme Platz und schaue zurück auf die letzten zehn Monate.
Es war eine gefüllte Zeit, eine „satte“ Anfangs-Zeit:
Die Vorbereitungen der verschiedenen Kursthemen – die Fülle von Materialien, Tonscherben, Körbe, Kursmappen, Erzählfiguren, …, im prall gefüllten Kofferraum zu verstauen.

Rechtzeitig Absprachen zu treffen mit der Dienststelle, dem Sekretariat, den Tagungshäusern,
offen zu sein für Begegnungen und Gespräche in den Kursrunden und am Tisch,
gemeinsam aber auch zu schweigen in der Kapelle oder beim meditativen Tanz,
und in allem zu spüren,
wir  sind verbunden in und mit Christus und gesandt zu den Menschen,
wir werden durchtränkt und gesättigt von Gottes Güte und Segen.
All dies erfüllt mich mit Freude und Dankbarkeit.
„So satt, machst du unsere Seele, Gott“

Nun werden die Tage kürzer, die warmen Jacken werden aus dem Schrank geholt, die dunklen Novembertage kommen und münden in den Weihnachtsfestkreis des Kirchenjahres. Wir erwarten und empfangen das Licht Gottes und geben ihm Raum in unserem Leben und in unsere Welt.

(Magdalene Fuhr, Multiplikatorin, Auszug a. d. Schreiben an die KursleiterInnen u. FreundInnen von SdL, Okt. 2016)