Ich bin der gute Hirte

Mit diesem “Ich-bin-Wort” Jesu sind wir von Kind auf vertraut: Der Hirte, der vor seiner Herde hergeht, sie zusammenhält, behütet und bewacht, der die Schafe auf die Weide und zur Tränke führt. Es mag sein, dass wir und unsere Kinder seine Gestalt nur noch selten zu Gesicht bekommen, vielleicht bei einem Ausflug oder im Urlaub. Aber gerade dann ist es doch ein schönes Bild!

Wer sich in seiner Bibel auskennt, dem geht beim Anblick eines Hirten bei seiner Herde der 23. Psalm durch den Sinn: ” Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.” Der große Denker Immanuel Kant hat gestanden, dass er für diesen Psalm seine ganze Philosophie hergeben würde!

Nun, dies ist nicht verlangt. “Vernunft ist auch ein Licht und ein schönes Licht. Freilich, den Weg, der da gehen soll von der Sünde zur Gerechtigkeit, vom Tod ins Leben, kann sie nicht treffen, sondern bleibt in der Finsternis. Gleich wie die Wachslichter nur die engen Winkel in unseren Häusern erleuchten, aber die Sonne den ganzen Himmel erleuchtet, also ist Gottes Wort die rechte Sonne, die uns den hellen Tag gibt, zu leben und fröhlich zu sein” (Martin Luther).

Ist das nicht eine fröhliche Botschaft, dass uns der lebendige Gott den eigenen Sohn zum Hirten bestellt hat? Bei ihm darf es uns wohl sein, bei ihm sind wir in guter Hut. Sein Hirtenamt ist ihm keine Last. Er kümmert sich um seine Schafe. Es ist wahr und erfahrbar, was Jesus spricht und bezeugt: “Ich bin der gute Hirte!”