Die Weisen aus dem Morgenland

Von weit her sind sie dem Stern gefolgt und suchen den neugeborenen König. Sie suchen ihn im Königshaus bei Herodes. Die drei Männer meinen am Ziel zu sein und sind doch an der falschen Adresse angelangt. Sie fragen: “Wo ist der neugeborene König der Juden?” Und Herodes glaubt seinen Ohren nicht zu trauen. Er ist schockiert. Aber er will der Sache nachgehen und mit dabei sein, wenn der gefunden wird, der ihm seinen Platz, seine Macht streitig machen will.

In Bethlehem, im jüdischen Land soll nach einer Weissagung des Propheten Micha der geboren werden, der über das Volk Israel Herr sein soll. Listig heuchelt Herodes Interesse, indem er zu den Weisen sagt: “Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr es findet, so sagt mir es wieder, dass auch ich komme und es anbete.”

In ihrer Arglosigkeit hätten diese Gelehrten das sicher getan – hätte Gott sie nicht im Traum aufgefordert, auf einem anderen Weg in ihr Land zurückzukehren. So geschieht alles nach Gottes Plan.

Auch in der heutigen Zeit geht es darum, nach Gott zu fragen und zu suchen, nach dem Gott, der uns liebt . Er verheißt uns: “Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen”. Finden können wir Gott aber nur, wenn wir uns wie diese Männer zu dem hinführen lassen, der an Weihnachten zu uns kam. Nur darum kann unser Suchen erfolgreich sein, weil Gott durch das Kind in der Krippe uns sucht. Durch dieses Suchen und Finden kommen wir ans Ziel und sehen den Morgenstern.