Einkehrtage Kursteilnehmer/-innen

Unsere alljährlichen Einkehrtage bei der Christusträger-Bruderschaft im Kloster Triefenstein sind schon Tradition und doch immer wieder etwas ganz Besonderes. Das große Tor öffnet sich, wir treten ein, und das Tor schließt sich. Was wird uns erwarten?

Die 22 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten aus unterschiedlichen Regionen an und waren gespannt. Die Mitarbeiterinnen (H.Laumann und G.Strobel) hießen uns willkommen. Bruder Dieter hatte das Thema vorbereitet und brachte uns in den Bibelbetrachtungen das Wort Gottes persönlich nahe. Bruder Bodo begleitete kompetent und einfühlsam unser Singen. Außerdem unterstützte er uns bei der Technik, von ihm stammen auch die Fotos.

DAS GEBET – unser Aufsehen und Vertrauen – im Schweigen und Sprechen – in Bitte und Dank. So lautete unser Thema.

Zu einer Einkehrzeit im Kloster Triefenstein gehört das tägliche Abendgebet in der Kirche. Damit starteten wir. Auch die gemeinsamen Mahlzeiten, die gute Klosterküche und die Gespräche und Begegnungen gehören dazu. Der Begrüßungsabend mit Singen, Vorstellung der Teilnehmer/-innen und Einführung ins Thema half, auch innerlich anzukommen.

Die Bibelbetrachtungen am Samstag und Sonntag mit dem Angebot zu Nachgesprächen in Kleingruppen bildeten den Schwerpunkt des Wochenendes.

Den Samstagnachmittag konnte jeder seinen Bedürfnissen entsprechend gestalten: wandern durch den Wald und hinunter an den Main, teilnehmen an einer Klosterführung mit Bruder Uwe, ein Mittagsschläfchen halten, in der Cafeteria verweilen.

Ein besonderes Angebot war eine Bildmeditation über „die Perlen des Glaubens“. Im Anschluss daran hatte man die Möglichkeit, einen solchen Perlenkranz selbst zusammenzustellen. Dieser Perlenkranz ist gedacht als eine Hilfe und Anregung für das persönliche Gebet. Martin Lönnebo, ein schwedischer Bischof, hat in einer persönlichen Umbruchszeit (er kam in den Ruhestand) diese Form für sich gefunden und dann auch weitergegeben.

Im Abendprogramm nahm uns Br. Dieter mit Bildern mit in die Anfangszeit der Bruderschaft. Danach sahen wir noch einen ganz aktuellen Film über die Entstehung und Einweihung der Wegkapelle in Ralligen am Thuner See.

Am Sonntagmorgen bei der Bibelbetrachtung führte Br. Dieter noch einmal deutlich aus, wie tröstend und Mut machend es ist, dass wir keine großen Leistungen im Gespräch mit Gott vollbringen müssen. Wenn wir beten schauen wir auf den Blick der Güte. Wir können sagen:“Wenn DU mich anschaust, werde ich schön.“

„Wenn Dein Herz wandert oder leidet, bring es behutsam an seinen Platz zurück und versetze es sanft in die Gegenwart Gottes. Und selbst, wenn du nichts getan hast in deinem ganzen Leben, außer dein Herz zurück zu bringen und wieder in die Gegenwart Gottes zu bringen, obwohl es jedes Mal wieder fortlief, nachdem du es zurückgeholt hattest, dann hat sich dein Leben wohl erfüllt.“ (Franz von Sales 1567-1622, Bischof von Genf, Mystiker)

Ja, im Rückblick wird noch einmal deutlich, es war für uns eine gefüllte und erfüllte Zeit. Wir empfanden es als einen Vorgeschmack auf das, was uns einmal im Himmel erwartet. Und als sich das große Tor wieder öffnet und wir das Kloster verlassen, fahren wir dankbar und beschenkt als Gesegnete heim.

H.L.

tn-freizeit-2016