Eine treffende Antwort

Der Preußenkönig Friedrich II. – auch Friedrich der Große genannt, hatte in seinem Potsdamer Schloss Sanssouci oft zahlreiche Gäste. Sein liebster Umgang war lange Zeit der leichtfertige und oft spöttische Franzose Voltaire.

Einmal sitzen sie zusammen mit etlichen anderen an der königlichen Tafel, als Voltaire wieder mit seinen gotteslästerlichen Reden beginnt. Er ruft in die Runde: “Ich verkaufe meinen Platz im Himmel für einen Taler! Wer will ihn haben?” Für einen Moment herrscht Schweigen. Dann steht ein königlicher Beamter auf, kein berühmter Mann, aber ein guter Christ, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. Er verbeugt sich kurz vor dem König und vor Voltaire und sagt mit fester Stimme: “Monsieur Voltaire, Sie sind im preußischen Staat. Wir haben hier ein Gesetz, nach dem jeder, der etwas verkaufen will, sein Eigentumsrecht nachweisen muss. Weisen Sie mir nach, dass Sie einen Platz im Himmel haben, so gebe ich Ihnen jede Summe, die Sie fordern.”

Das verschlug dem Spötter die Sprache. Er sagte kein Wort mehr, und auch der König wurde nachdenklich. Denn der große Schöpfer hat die Ewigkeit tief in jedes Menschenherz hineingesenkt, so dass auch der leichtfertigste Spötter dem Ernst der Frage nicht ausweichen kann: Wie aber, wenn es doch wahr ist, was die Bibel bezeugt? Denn dort steht: “Und wenn jemand nicht geschrieben gefunden wurde im Buch des Lebens, so wurde er in den Feuersee geworfen (Offb. 20,15)

Und gerade gegen die Bibel, Gottes heiliges Wort, hegte Voltaire einen unbändigen Hass. Er behauptete: “In hundert Jahren wird sie ein vergessenes und unbekanntes Buch sein…” Und was geschah? Hundert Jahre später kaufte die Genfer Bibelgesellschaft Voltaires Haus und seine Druckerpresse und – begann dort Bibeln zu drucken. Heute ist in demselben Haus eine christliche Buchhandlung, in der Bibeln verkauft werden.

Der große Gott wacht über sein Wort! “Die Spötter verspottet auch er.” (Sprüche 3,34)