Kursgeschehen “Wenn der Wind darüber weht”

„Wenn der Wind darüber weht…  – Mose II“

In der Zeit Februar / März 2016 fand hier in Backnang in der Stiftskirchengemeinde dieser Kurs statt. Zusammen mit 6 weiteren Mitarbeiterinnen bereitete ich diese Kurse vor. Wir planten einen Kurs am Morgen und einen am Abend. Für die Einladeaktion ließen wir 1000 Flyer drucken und verteilten an ca 300 Adressen von früheren Teilnehmer/-innen die ersten Flyer. Die weiteren wurden in der Kirchengemeinde verteilt oder in Geschäften, Kirchen und Gemeindehäusern ausgelegt. Für mich war es eine große Bitte an unseren großen Gott, dass sich auch Männer zu den Kursen anmelden würden. Im Gebet bat ich Gott, doch 10 Männer für die Kurse bereit zu machen

Es war eine ganz besondere Zeit. Kurz vor Beginn des Kurses bereiteten wir die ersten Einheiten vor und stellten die Namensschilder her. Wir stellten fest, dass es noch keine 10 Männer waren. Das sagte ich auch im Gebet Gott. Da klingelte das Telefon und ein Mann fragte, ob er noch teilnehmen könne. Wir schauten uns an und waren dankbar erfreut. Wir sagten ihm zu, obwohl die Teilnehmerzahl, die wir uns vorgenommen hatten, bereits überschritten war.

Als wir am Vorabend den Raum vorbereiteten, rief bei meinem Mann noch einmal ein Ehepaar an und fragte, ob ich sie aufgeschrieben hätte. Sie wollten gerne noch teilnehmen. Da er mich nicht gleich fragen konnte, sagte er zu ihnen, sie sollten doch einfach am anderen Morgen kommen. Das taten sie dann auch. Somit hatten wir für den Morgen- und den Abendkurs jeweils 30 Teilnehmer/-innen. Das war die äußerste Zahl, die wir aufnehmen konnten. Es waren reiche und gesegnete Einheiten. Als wir dann die Teilnehmer noch einmal zählten, waren es genau 10 Männer, die sich angemeldet hatten. Wie groß ist doch unser Gott!! Er erhört Gebet!

Es waren ganz reiche Kurseinheiten und wir konnten erleben, wie der Wind des Segen Gottes wehte. Die Mosegeschichte war nicht nur eine alte Geschichte aus der Bibel, sie wurde zu unserer eigenen Geschichte. Gott wollte mit uns allen ausziehen aus unserem alten Sklavenleben und ein Fest feiern. Gott wollte sich bei jedem einzelnen „festmachen“ und ein Fest mit jedem einzelnen feiern. Das durften wir ganz deutlich erleben. Eine Teilnehmerin sagte gleich bei der ersten Einheit:“Ich dachte nicht, dass noch einmal mein ganzer Lebensweg vor mir liegen würde. Aber wenn ich jetzt den Weg mit den Ziegelstücken sehe, dann ist das mein Lebensweg“. Wir konnten noch ein gutes Gespräch miteinander führen, und am Ende war es ihr möglich, die einzelnen „Brocken“ in die Hand zunehmen und anzusehen, um sie dann weglegen zu können.

Folgendes Lied von Jörg Streng hat uns dabei geholfen:

„Ich komme zu dir, Herr. Heute lädst du mich ein. Du willst mir neu begegnen, willst ganz nahe mir sein. Und du kommst mir entgegen, und du öffnest die Tür. Ich komme zu dir Herr. Mach mich ehrlich vor dir.

Ich komme zu dir, Herr. Du hilfst mir, zu versteh`n, dass es nicht darauf ankommt, wie die andern mich seh´n. Es zählt doch letztes Endes nur, was du von mir denkst. Ich komme zu dir, Herr, du erwartest mich längst.

Ich komme zu dir, Herr. Es macht doch keinen Sinn, vor dir Masken zu tragen, Du weißt längst, wie ich bin! Ich will ein off´nes Buch sein, in dem du selber liest. Ich komme zu dir, Herr – zeig mir, was du dann siehst.

Ich komme zu dir, Herr, denn es hat keinen Zweck, weiter vor dir zu fliehen mit der Schuld im Gepäck, mit den Zweifeln und Fragen. Ich komm so wie ich bin. Ich komme zu dir, Herr, wo sonst sollte ich hin.

Ich komme zu dir, Herr. Du selbst öffnest die Tür und mit offenen Armen stehst du liebend vor mir, nimmst die Schuld, nimmst den Zweifel, nimmst mich an – sprichst mich frei. Ich komme zu dir, Herr – heute komme ich neu.“            (CD: Unterwegs – Neue Lieder zur Bibel von Jörg Streng)

Während dieses Liedes kniete ich vor den Brocken und legte sie einzeln zur Seite,um das „Sehnsuchtsbild Gottes“ freizulegen.wennderwinddarueberweht

Es war eine heilige Zeit, die wir da miteinander erleben konnten. Nach dieser zweiten Einheit kam unsere Pfarrerin zu mir, sie hatte einen Elternabend im Gemeindehaus, und sagte: „Was hast Du mit den Teilnehmern heute gemacht? Sie sind betroffen nach Hause gegangen. Ich habe sie beobachtet.“ Da konnte ich auch ihr von unserem Abend erzählen und sie meinte: „Da hätte ich Dir die Eltern vorbeischicken sollen, das wäre unser Thema gewesen.“ Nun wünsche ich mir, dass wir die Eltern bei einem weiteren Kurs gezielt einladen können.

Am Ende des Kurses bat ich die Teilnehmer/-innen, mir ein Statement zu schreiben. Einige Auszüge daraus:

Der Kurs hat mir für mein junges Glaubensleben viele gute und hilfreiche Impulse gegeben. Ich will weiter gerne diesem Gott treu bleiben.

  • Ich bin froh, dass ich mich angemeldet habe. Dadurch wurde ich wieder neu gestärkt.
  • Ich bin gerne die weite Strecke von Stuttgart gekommen. Mir hat der Kurs geholfen, wieder in meiner Gesundheit stabil zu werden. Gott ist mir ganz neu begegnet.
  • Ich will gerne mit dem Wort Gottes weiter arbeiten und zum Hausbibelkreis kommen.

Beim Festnachmittag konnten die Mitarbeiter/-innen vom Internationalen Gideonbund von ihren Erfahrungen mit der Bibel berichten. Auch das war uns eine Ermutigung.

Im Rückblick bin ich wieder neu ermutigt, mit den Kursen weiter Menschen zum Glauben einzuladen . Es lohnt sich, Gott treu zu sein und sich ganz auf ihn einzulassen. – Weil unser Gott treu ist! Sein Geist weht, so wie er will!

Erika Stein