Heilige 3 Könige

So, das war´s nun! Der Christbaum wird gegen eine Spende abgeholt, die Tannennadeln werden aufgesaugt und der übrige Weihnachtsschmuck kommt wieder in den Karton. Die Krippefiguren stehen noch vor mir und sollen auch noch hinein. Die Schäfchen verschwinden, der Esel und der Ochs, das Jesuskind, die Hirten, Maria und Josef. Zuletzt halte ich noch die 3 Könige in Händen. Eigentlich sollte man die noch eine Weile stehen lassen, hatten sie doch den weitesten Weg zur Krippe.

Während ich mir so meine Gedanken mache, versuche ich mir den Weg des vor uns liegenden Jahres vorzustellen. Es wird ein weiter Weg sein, bis wir das jetzt Verpackte wieder zur Hand nehmen können. Was wird uns auf diesem Weg alles begegnen, sich uns in den Weg stellen, uns lähmen oder uns zur Hilfe, zur Stärke und Freude werden?

Der Weg, den die drei Könige vor sich hatten, war geprägt vom Suchen und Erwarten. Sie haben ja den Stern im Auge, die Verheißung, dass sie ans Ziel kommen. Ihr Ziel war, den König aller Könige zu ehren, dem Kind in der Krippe zu huldigen. Sie wollen zulassen, dass Gott in ihren Herzen seine Herrschaft aufrichtet.

Aber da war König Herodes – die Verkörperung der Macht und der Angst. Er will diesen Platz in unseren Herzen einnehmen, koste es, was es wolle. Wo Herodes einzieht, gibt es kein Jesuskind, kein Vertrauen, keine Gnade – da herrschen die Spielregeln, wie wir sie in der Weltpolitik gezeigt bekommen.

Die drei Könige sind Herodes ausgewichen; ihre Herzen waren erfüllt vom Lob Gottes und seiner Anbetung. Sie mussten einen Umweg machen, aber sie waren nicht allein, sondern ihr Herr und König ging mit und ihr Herz wurde frei für seine Wegweisungen.

Packen wir in diesem Jahr die 3 Könige noch nicht gleich weg. Wir wollen von ihnen noch eine Menge lernen auf dem weiten Weg durch das Jahr. Lernen wir diesem Herrn Jesus Christus zu vertrauen, denn er verspricht uns neue Kraft, sein Mitgehen und seinen Segen.