Kursteilnehmerwochenende in Triefenstein vom 23. bis 25. Oktober 2015

…der Meister ging zu Fuß!….
Wieder war eine Gruppe von 23 Frauen und einem  Mann zu Einkehrtagen im Kloster Triefenstein. …“Gut dass wir einander haben, gut dass wir einander sehn“, so sangen wir am ersten Abend  und stellten uns anhand von ausgewählten Baumkarten vor. Bruder Dieter hielt am Samstag die Bibelarbeit in der Bibliothek zusammen mit allen drei anwesenden Gruppen. Wir hörten das Lebensbild des Simon, der dann Petrus –der Fels wurde. Im Reliphon habe ich diese Woche schon davon berichtet, das können Sie gerne noch nachträglich hier auf der Homepage lesen unter: Simon und Susanna!
In die Bibelarbeit hat Bruder Dieter einen Brief von Thomas dem Zwilling oder Zweifler eingebaut und den möchte ich Ihnen gerne mitgeben:
“Der Meister ging zu Fuß, das war nicht selbstverständlich, er hätte einen Esel mieten können. Wir hätten ihm auch gerne einen gekauft, aber er wollte nicht.  ER ging zu Fuß, Jordan, Jerusalem, Kana, Samarien, es mußte sein. Wir waren stolz auf ihn, aber er ging zu Fuß, also gingen auch wir zu Fuß. Ich habelange nicht verstanden, was er eigentlich meinte. Wir meinten alle, dass er die Römer vertreiben würde, und den Tempel und alle Synagogen reinigen würde, und alle Krankheiten in Israel heilen, und dass ein großer Sabbat werden würde, Friede, Aufatmen für alle. PS: Ja, Didymos, Du hast recht. Einmal ist er doch auf einen Esel gestiegen. Ein kurzes Stück, von Betfage bei Bethanien am Ölberg, hinein nach Jerusalem. Er schickte zwei von uns voraus, damit sie beim nächsten Ort eine Eselin losbinden sollten und ihr Füllen. Sie brachten die Tiere, wir legten ein paar Kleider über das Füllen und halfen ihm hinauf. Die Leute gerieten in eine unheimliche Begeisterung, warfen Kleider auf den Weg und riefen:” Hosianna, Du Sohn Davids”. Das war gefährlich für ihn – und uns. Wir brachten die Eselin mit dem Füllen zurück. Am Abend gingen wir wieder nach Bethanien. Sein Gang wurde immer schwerer. Erst nach dem schrecklichen Gethsemane-Abend, verstanden wir, warum”.
Am Nachmittag machten wir als Gruppe unseren Spaziergang um den Klostersee und genossen die herbstliche Färbung und die Gespräche untereinander. Für eine Stunde trafen wir uns nach dem Kaffee in der Kellerkapelle und hatten eine sehr berührende intensive Zeit zusammen mit Jesus.
Am Sonntag feierten wir Abendmahlsgottesdienst in der Kirche, wieder alle gemeinsam. Die Pfarrerin, die die Gruppe aus Sachsen begleitete, führte durch die Liturgie und Bruder Dieter predigte als zweite Bibelarbeit über die Berufung des Matthäus.

Nach dem Mittagessen, wie immer besonders sonntäglich gerichtet, hatten wir noch unsere Abschlußrunde  im kleinen Kreis. Jedes zog sich ein Spruchkärtchen und eine kleine Baumscheibe mit Schlitz dazu, um Baumkarte und Kärtchen einstellen zu können, wenn wir wieder daheim sind. Gerne erinnern wir uns an diese Gemeinschaft, zu der wir dort zusammengewachsen sind.                                               Margret Trojer