Gott ist aktiv – auch in Russland

Gott ist aktiv – auch in St. Petersburg und Samara/Wolga

Es ist schon etwas Besonderes, wenn man miterleben darf, wie Gott in den verschiedenen Situationen aktiv ist. Das beginnt schon bei uns persönlich und ist erst recht spannend, wenn Gott uns in ein fremdes Land beauftragt, um dort seine Liebe weiter zu tragen. Das war auch bei uns so.

Auf Einladung der Evang. Lutherischen Kirche von Russland reisten mein Mann Gotthilf und ich im April/Mai bereits zum zweiten mal nach Russland. Die Geschwister dort baten uns, den angefangenen Kurs: „Ein Platz an der Sonne“ auch in St. Petersburg mit Mitarbeiterinnen aus diesem Gebiet durchzuführen. Anschließend waren noch zwei Seminare in Samara geplant. Zuerst ein Seminar mit Frauen aus dem ganzen Samaragebiet. Das hat ein Einzugsgebiet von ca 1000 km. Die Frauen müssen zum Teil 2 Nächte und einen ganzen Tag mit dem Zug anreisen, um am Seminar teilnehmen zu können. Aber es ist ihnen so wichtig, dass sie diesen Aufwand an Zeit und Geld auf sich nehmen, um dabei sein zu können. Meistens benötigen sie finanziell einen Zuschuss von der Kirche, weil sie es selber nicht bezahlen könnten. Wenn wir können, dann unterstützen wir auch mit unseren Mitteln diese Seminare. Das zweite Seminar ist für meist Frauen aus der Gemeinde Samara und umliegenden Gemeinden, d.h. Auch diese Frauen kommen oft hunderte Kilometer zu diesem Seminar. Einige von ihnen sind schon älter. Trotzdem ist diese Zeit eine ganz wichtige im Jahreslauf und alle freuen sich schon auf das nächste Jahr.

Wir hatten in diesem Jahr die Besonderheit, dass unsere Dolmetscherin Ruth das Arbeitsmaterial für den Kurs „Ein Platz an der Sonne“ ins Russische übersetzt hatte. So konnten wir nicht nur mit ihr persönlich und direkt übersetzt den Kurs halten, sondern wir konnten auch für die Gemeinden das Arbeitsmaterial in russischer Sprache mitgeben. Wir hoffen und beten, dass die Frauen den Mut finden, den Kurs in ihrer jeweiligen Gemeinde auszuprobieren. Von der Pfarrerin Tatjana aus Togliatti bekamen wir jetzt eine Mail mit der Mitteilung, sie habe mit dem Material bei den Freizeiten für Behinderte gearbeitet und die Kinder hätten vieles besser verstehen können und viel mehr sich mit dem Gespräch beteiligt. Auch mit den Müttern habe sie „Bibelstunden“ gehalten. Ich bin gespannt, was sie mir erzählt, wenn ich wieder mit ihr reden kann beim nächsten Besuch.

Schriftlich geht es meist nicht so gut. Aber erst einmal ist es erfreulich, dass sie es versucht hat und spürt, dass es bei den Menschen ankommt, auch wenn sie es macht.

Von den Mitarbeiterinnen aus dem Gebiet St. Petersburg konnte ich noch nichts erfahren. Da brauche ich einfach noch Geduld. Diese Mitarbeiterinnen waren zum ersten Mal dabei. Sie müssen es vermutlich erst für sich verinnerlichen. Aber unser Gott ist aktiv! – Das will ich nicht vergessen!

Erika Stein, Backnang  Erika Stein Kurs Ein Platz an der Sonne