Auf dich kommt es an

Es wird im 2. Buch Mose Kap.3 unter anderem erzählt: Mose sah, dass der Dornbusch brennt und noch nicht verzehrt wird. Mose sagt:” Ich will hingehen und die wundersame Erscheinung besehen.” Mir kommt der Gedanke, wie viel ich sehe und doch nicht wahrnehme. An wie viel Wundersamem gehe ich vorbei und erlebe deshalb manches Wunder nicht. Mose stellt sich, er gibt Antwort: “Hier bin ich.” Und er bekommt auch Antwort: “Tritt herzu. Zieh deine Schuhe aus, der Ort ist heilig.”

Haben Sie das auch schon erlebt, dass wenn wir anfangen zu hören, Gott sich in ganz vielfältiger Weise zeigt, so dass wir um die Heiligkeit dieses Augenblicks wissen. Vers 7 spricht mich ganz tief an: “Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört. Ich habe ihre Leiden erkannt.”

Mose hört in die zarte Seite Gottes hinein: Elend gesehen – Geschrei gehört – Leiden erkannt. Da kommt Gott ganz nahe. Mose nimmt wahr, dass Gott da ist, weil er sich entschlossen hat, das Volk zu retten, es herauszuführen in eine neue Perspektive. Und genau dazu will er Mose gewinnen. Ich höre förmlich, wie Mose in sich hört: “Mose, geh du doch zum Pharao. Du kennst doch alle Geheimnisse und Gepflogenheiten. Du weißt doch, worauf es bei ihm ankommt. Die Israeliten brauchen deine Hilfe. Jetzt kommt es auf dich an, ob dein Volk auch meine Heiligkeit, meine Nähe und mein Reden wahrnehmen kann. Ja, es kommt auf dich an, ob sie mich, ihren Gott wirklich erleben.”

Gott wirbt um das JA des Mose – mit ihm will er seinen Plan verwirklichen, auch wenn dieser die Frage stellt: “Wer bin ich denn?” – Die Antwort aus unserem Text lautet: “Einer, den Gott führen will und ihm HERR sein will.”

Lassen Sie das doch ganz tief in sich hineinfallen. Ich bin gesehen – gehört – erkannt. Ich darf sein. Ich bin.

(Gedanken von Waltraud Mäschle)