Die Worte Jesu gehen durchs Herz

“Als sie aber das hörten, ging es ihnen durchs Herz”. So wird von der ersten Gemeinde in Apostelgeschichte 2 Vers 37 erzählt. Als sie aber das hörten… Was hörten sie? Ich stelle sie mir vor, diese 3000 Jungbekehrten, wie sie hungrig waren nach all den Geschichten, die die Jünger mit Jesus erlebt hatten. Wie sie immer und immer wieder die Worte hören wollten, die Jesus gesprochen hat. Wie sie immer wieder hören wollten, dass Jesus nicht im Grab liegt, sondern in vielfältiger Weise sich den Jüngern zeigte nach seiner Auferstehung. So heißt es: “Als sie es hörten, gings ihnen durchs Herz!

Ich frage mich, wann war das in meinem Leben der Fall, dass die Worte Jesu mir durchs Herz gingen? Und ich möchte Sie einladen, innezuhalten und dem nachzugehen, welches Wort Jesu Ihnen durchs Herz ging in den letzten Wochen.

Durchs Herz gehen, heißt das nicht mitten in mein Leben hinein, mitten in meine Person? Wir sagen auch, “das ging mir durch Mark und Bein”- und meinen damit, das hat mich so getroffen, dass ich dadurch ein anderer Mensch wurde. Da gab es eine Erschütterung, dass Veränderung stattfinden konnte – in meinen Gedanken, in meinem Tun, in meinem Sein.

Ach, wie sehr wünsche ich es mir, dass das Wort Jesu mich jeden Tag neu erschüttert und herausfordert, so dass neue Kraft und neue Freude freigesetzt wird, so dass es mir durchs Herz geht und die Worte Jesu in mein Leben hinein zur Herzenssprache werden. Ob da, wo es mir durchs Herz geht, ob da, wo ich erschüttert werde, ob da, wo ich angesprochen werde, mein altes Denken in Frage gestellt werden darf, damit neues Denken mein Leben erfasst? Ob neues Denken auch mit dem Heiligen Geist bezeichnet werden kann? Gottes Geist in meinen Gedanken. Gottes Geist, der mein Herz bewegt. Gottes Geist, der mich neu in die Gedanken Jesu hineinwachsen lässt.

Tut Buße, heißt es in unserem Text, lasst euch erschüttern. Jesus selbst will seinen Heiligen Geist, sein Denken in unser altes Denken hineingeben, damit wir Großes von ihm und uns denken.

(Worte und Gedanken von Waltraud Mäschle)