Christi Himmelfahrt

Wenige Tage später nahm Jesus die seinen mit nach Jerusalem. Von da führte er sie hinaus auf einen Hügel bei Betanien. Von dort blickte er noch einmal hinüber auf Zion, dann auf die Stadt, auf den Tempel und auf den Bach Kidron.  Hier am Fuße des Ölbergs war er verraten und in die Hände seiner Feinde überliefert worden. Dort, hinter den Mauern der Burg Antonia, war er zum Tode verurteilt worden. Und da, unter diesen alten knorrigen Bäumen des Haines Getsemane, hatte er die Last dieser Welt auf sich genommen und in Todesangst gebebt.  In jenem kleinen Haus dort drüben hatte er das Abendmahl eingesetzt und die geheimnisvolle Speise gesegnet, in der er für alle Zeit bei den seinen bleiben und in sie eingehen wollte.

Gottes Verheißung war erfüllt, die Tat der Liebe vollbracht. Nun blieb nur noch eines zu tun übrig: den Heiligen Geist herabsenden auf diese Erde, damit der dreieinige Gott geoffenbart und verherrlicht werde.

Dieses letzte, größte Geheimnis rief Jesus zum Vater zurück. Noch einmal segnete er seine Jünger, segnete die ganze weite Welt, alle Länder, alle Völker, bis in die fernsten Zeiten.

Dann schied er von seinen Jüngern.

Sie sahen ihn licht und lichter werden, seine Füße erhoben sich vom Boden, sein Gewand nahm die Farbe des Himmels an. Einen Augenblick lang glaubten sie, eine helle Wolke zöge ihn empor. Aber dann leuchtete nur noch das klare Firmament über ihnen, und sie wussten: Nun war er heimgekehrt.