Gott zieht

Ein Junge lässt am Strand bei herrlichem Wetter seinen Drachen steigen. Als seine Schnur völlig abgerollt ist, sieht man den Drachen gar nicht mehr, so hoch ist er in die Wolken hineingeschwebt.

Ein älterer Herr tritt zu dem Jungen und fragt ihn, was er da mache. “Ich lasse meinen wunderschönen Drachen steigen!”, sagt der Junge stolz. “Aber ich sehe gar keinen Drachen”, sagt der Mann. ” Ich sehe ihn auch nicht”, antwortet der Junge, “und doch ist er da. Ich fühle, wie er zieht.” –

Wie oft fragen uns Menschen danach, wo Gott ist. Er ist doch nicht zu sehen. Nein, wir sehen ihn auch nicht. Aber wir spüren, wie er zieht, mit seiner Liebe und Treue, seiner Barmherzigkeit und Wahrheit zieht er unser Leben in seine Nähe und uns ans Ziel.

(Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag! – Joh. 6,44)

 

(Auszug aus “Hoffen wir das Beste” von Axel Kühner)