Zweimal VATERUNSER

Es liegen nun 8 intensive Wochen hinter mir.

Zwei meiner größten Wünsche in meiner “jungen” Laufbahn mit Stufen des Lebens gingen in Erfüllung.

(Ich habe noch mehr Wünsche!)

Zum einen wollte ich gerne in meiner hiesigen Heimatgemeinde, in der FEG Ffm Öderweg, meinen Herzenskurs “Vaterunser” durchführen.

 

Zum andern, war mein großer Traum denselben, ins Spanische übersetzte Kurs,  der  Südamerikanischen Gemeinde, die sich in den Räumen der FEG versammelt, anzubieten.

Hier versammeln sich, neben Spaniern, hauptsächlich Menschen aus den meisten mittel-und südamerikanischen Ländern zum Gottesdienst am Sonntagabend.

Wir fühlen uns hier auch zugehörig, weil wir, mein Mann und ich, (als deutschstämmige) in Paraguay geboren und aufgewachsen sind, und

vor vielen Jahren bei den Anfängen dieser Gemeinde dabei waren.

Der Vaterunser-Kurs hat mich vor 9 Jahren, bei einer Krise, und der Aufarbeitung einer schweren Krebserkrankung, tief berührt.

So ging dieser Kurs schon mit uns nach Paraguay und Brasilien, als Traudel Krause, Elke Werner-Schmit und ich vor 3 Jahren diese Reise dorthin machten.

Dieser Kurs, erst in der freien evang. Gemeinde und dann bei den “Latinos”, die von 8 Nationen vertreten waren, fand nun im Februar und März statt.

Es gab unter den Teilnehmern, ob Deutsche oder Südamerikaner, Momente der  Berührungen:

Da gab es den Lastenkorb und den leeren Korb “so fühle ich mich gerade” und dann das Erstaunen, dass das Senfkorn, das wir darein tun, trotzdem zum Leben kommen kann.

Da gab es den “übergestülpten Willen” Gottes, der den inneren Widerstand in uns hervorruft und wir können nicht mehr sehen, mit wie viel Gutem so oft unser Vater uns verheisst : “Ich will”.

Wir können das Gesicht des Vaters nicht mehr sehen, weil andere Gesichter(Verletzungen) sich dazwischen schieben. Damit haben wir uns sehr intensiv beschäftigt .Jemand sagte :” diese Gesichter kleben sehr fest”.

Da gab es, wie bei mir damals – die persönliche Botschaft vom offenen Himmel.. “du bist mein geliebtes Kind” dein ABBA, “Papito”

“Ich bin wer”, weil Gott, der Vater, sich herunter neigt , in meinen Mangel, in mein tägliches Leben hinein, und sein Leben in und mit mir verbindet. Das ist mein Wert!

Der Silbergroschen –  IHN sehen und die Hand spüren, die mich findet und aufnimmt, die mich wieder zum Ganzen hinzufügt, wo ich dazugehöre. Kann ich es zulassen, dass seine Gnade mich findet ?
Marlene Klassen