Segenswünsche sind wie Rosen auf dem Weg

Kennen Sie das Sprichwort „Sich regen bringt Segen“? Der Erfolg unserer Arbeit ist gemeint, was wir alles erreichen können, wenn wir – wie man in Süddeutschland sagt – ordentlich schaffen.

Aber Segen ist weit mehr als das. Segen ist eine Gabe, die wir empfangen, unverdient und nicht durch Leistung erworben. Segen als freundliche Zuwendung Gottes. Und jeder ist ganz persönlich gemeint: Der Herr, dein Gott wird dich – wie immer du heißt – lieben und segnen.

Brauchen wir nicht genau dieses Ja Gottes? Denn dieses Ja erleuchtet unsere Erkenntnis, stützt und stärkt uns. Dieses Ja seines Segens bessert unser Wissen und gibt unserem Geist Frieden. Ja, noch mehr, es bewirkt dankbare Antworten, die sich in freundlichen Taten äußern. Was brauchen wir also?

Gesegnete Hände, die das, was sie anfassen, gut hinausführen.  – Gesegnete Augen, die hinter dem Augenschein der Dinge und Personen noch eine tiefergehende Wirklichkeit erkennen. – Gesegnete Worte, mit denen wir um uns herum Ermutigung weitergeben und nicht Verletzungen zufügen. – Gesegnete Arbeit, die nicht nur in abgehakten Tätigkeiten besteht, sondern das Miteinander und Füreinander stärkt. – Gesegnete Gesten, in denen die, die mit uns auf dem Weg sind, hineinge-nommen werden in die Geborgenheit des Segens Gottes.

Wer unter dem Ja Gottes lebt, wird dieses Ja auch denen neben sich gewähren, alten und jungen Menschen gleichermaßen. So legen wir allen den Segensspruch von Sedulius Caelius ans Herz:

Der Herr sei vor dir, um dir den rechten Weg zu zeigen.

Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen und dich zu schützen.

Der Herr sei hinter dir, um dich zu bewahren vor der Heimtücke böser Menschen.

Der Herr sei unter dir, um dich zu trösten, wenn du traurig bist.

Der Herr sei um dich herum, um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.

Der Herr sei über dir, um dich zu segnen.

So segne dich der gütige Gott.

(Auszug aus „Zeit bringt Rosen“ von Johannes Kuhn)