Einkehren in vielfacher Weise

Gott nahe zu sein ist mein Glück

Unter diesem Motto kamen 28 Frauen im Kloster Triefenstein zu Einkehrtagen

vom 21. – 23.11.2014 zusammen.

EINKEHREN in vielfacher Weise: zum einen in die Gastfreundlichkeit der Christusträgerbrüder – aber auch einkehren in eine voradventliche Auszeit, in Gottes erfüllendes Wort und in die Gemeinschaft untereinander.

Gott nahe sein – ist das MEIN Glück???

Zum Ankommen am Freitagabend ließen wir uns gegenseitig teilhaben an persönlichen Glücks-Erfahrungen. Wir machten uns gemeinsam auf die Suche: Wie komme ich mit Nähe zurecht? Wo und wie erlebe ich die Nähe Gottes?

Wie gut, wenn wir uns wie Asaph – den Psalmdichter – „auf-machen“ können, indem wir unser Herz vor Gott ausschütten, neu ins Nachdenken kommen über Sein ermutigendes Wort, um dann wie Asaph zu sagen: „Du hast meine rechte Hand gefasst, du leitest mich nach deinem Rat… DEINE Nähe Gott ist gut für mich – ich setze meine Zuversicht wieder neu auf DICH!“

Bruder Dieter nahm uns am Samstagmorgen mit hinein in die Geschichte von Zacharias und Elisabeth. Wie sie Gott treu dienten – obwohl ihr großer Wunsch nach einem Kind ihnen versagt blieb. Ja, wir haben kein Recht auf Unversehrtheit / kein Recht auf Glück!

Aber: Gott sah ihre Treue! Dass bei Gott kein Gebet verloren geht, wurde uns klar, als der Engel Gottes nach vielen Jahren zu Zacharias sagte: „Dein Gebet ist erhört!“.

Bewährung geschieht am Widerstand! Glaube wächst aus der Bewährung!

Der Nachmittag wurde kreativ genutzt. Einige der Teilnehmerinnen verzierten wunderschöne Kerzen, und andere fanden Freude am Schreiben eines persönlichen Psalms

– angelehnt an den Psalm 139. Der Abend wurde durch einen Film – Kinshasa Sinfonie – abgerundet.

Am Sonntagmorgen ließ Bruder Dieter uns mit eintauchen in die Begegnung des Engels mit Maria und Joseph. Wie konnte die junge Maria „Ja“ sagen zu den unfassbaren Plänen Gottes? Vielleicht weil sie bewusst den Gruß des Engels auf-nahm „der HERR ist mit dir“ ?!

„Ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe wie du gesagt hast.“ – und auch Joseph hat eingewilligt in die Pläne Gottes . Bin ich auch bereit, „Ja“ zu sagen, wenn Gott mich ruft??? Manch einer weiß nicht, was in ihm lebt und wozu er fähig ist, bis er gerufen/berufen wird!

Ein goldener Faden schien durch dieses Wochenende zu laufen.
Nähe und wohltuendes – vielfältig erlebt.
Aufgetankt und erfüllt verabschiedeten wir uns mit unserem „Wochenendlied“,
das die Nähe Gottes zu uns wunderschön ausdrückt:

HERR, wohin sonst, sollten wir gehen? Wo auf der Welt fänden wir Glück?
Niemand, kein Mensch kann uns so viel geben wie du.
Du führst uns zum Leben zurück. Nur du – du schenkst uns Lebensglück.
Aus deinem Mund höre ich das schönste Liebeslied.
An deinem Ohr darf ich sagen, was die Seele fühlt.
An deiner Hand kann ich fallen und du hältst mich fest.
An deinem Tisch wird mein Hunger gestillt.           Text: Thea Eichholz-Müller