Feedback zum Kurs “Vater unser”

„Feedback“ zum Kurs über das „Vater unser“

Ich wünschte mir während meiner Sommer-Auszeit in Deutschland die Teilnahme an einem Mulitiplikatorenkurs bei Stufen des Lebens. Es war der „Vater unser Kurs“ , der im Juni in Löwenstein stattfand.  In der zweiten Kurseinheit wurde in der Einleitung anhand von Körben eine Brücke zum Text geschlagen. Wir haben uns dabei näher angesehen, wie denn so ein Korb entsteht. Es wurde schnell klar, auch das Fertigstellen von Körben ist ein Handwerk, das gelernt sein will. So auch das Beten. Zum ersten Mal fiel mir auf, dass selbstgebastelte Körbe am Boden in ihrer Mitte ein Kreuz haben. So wie bei Körben sich alles um das Kreuz dreht, bzw. wie die Peddigrohre (Bastweiden) um das Kreuz geflochten werden, so soll auch in unserem Leben der Lebensfaden um das Kreuz geflochten werden, bzw. Jesus Christus die Mitte sein, um das sich alles dreht. Das finde ich persönlich eine ganz tolle, anschauliche Brücke.

Da standen vor uns im Bodenbild also kleine und große, volle und leere Körbe.

Ja und da plötzlich blieb ich innerlich am großen leeren Korb hängen. Beim Hinsehen wusste ich: das bin ich! Leer, erschöpft, irgendwie ausgeleert und/oder nutzlos abgestellt.. Beim Anblick dieses Korbes ließ ich meinen inneren Schmerz plötzlich zu. Klar vom Verstand her wusste ich, dass Christus in mir wohnt und mein Schatz und meine Fülle ist, aber da war dennoch der Schmerz einer Leere. Besonders wenn man von anderen abgelehnt und zur Seite gestellt wird. Unbegründet, einfach ignoriert zu werden und nicht mehr wertgeachtet, zu sein, das tut weh. Da war beispielsweise auch noch der andere Korb, vollgefüllt mit Steinen. Der aber sprach mich gar nicht an. Nein, mit Steinen auf andere werfen, dazu war mir nicht zumute. Dagegen aber aus eigener Erfahrung den Schmerz wahrzunehmen, wie sich das anfühlt, weggeworfen, ausgeleert und ignoriert zu werden, das war gerade mein Thema.

 

Die Stufen des Lebens-Kurse bieten immer wieder neue praktische Hilfen, mit der eigenen Seele in Berührung zu kommen. An einer Stelle überraschend vom Heiligen Geist getroffen zu werden, das ist Gottes Maßarbeit. Da wird  nichts manipuliert oder forciert. Das ist das interessante bei diesen Kursen. Ich habe schon mehrere mitgemacht und bin immer wieder überrascht, was, wann und wo in der eigenen Seele zum klingen kommt. Echt spannend! Und das macht die Teilnahme an den Kursen immer wieder so wertvoll.

 

Übrigens im Laufe der weiteren Lektionseinheiten hat sich dann mein „leerer Korb“ wieder neu gefüllt mit Dank, Freude, Ermutigung und mit Trost durch die Liebe Jesu selbst, die größer ist als alle menschliche Beurteilung. Und dann gab es sogar noch einem Aussendungssegen für mich zurück nach Japan. Alles war nicht geplant und doch geführt. Reich beschenkt mit einem vollen Korb der Hoffnung, Zuversicht und Kraft für die neue Wegstrecke in Japan bin ich weggefahren.

Monika Bruttel