STUFEN DES LEBENS in Missionsgemeinden in Brasilien

Marlene Klassen berichtet uns:

Ende Januar reiste ich mit 2 vollgestopften Koffern nach Sao Paulo.

Ich hatte Einladungen zu verschiedenen STUFEN DES LEBENS-Kurse. Dazu gehörte die Gemeinde in Sto. Andre, Sao Paulo. Vor 8 Jahren ist diese Feg. Gemeinde von Mario und Telli gegründet worden. Sie waren nun meine Übersetzer, geistlicher Beistand und Fahrer.

Zu den Gottesdiensten in dieser Gemeinde kommen ungefähr 80 Besucher.

An 2 Abenden wurde der Kurs von Gemeindemitarbeitern besucht. Wir hatten eine bewegte, gesegnete Zeit miteinander.

Am Sonntagvormittag war die Hauptveranstaltung. Der Gottesdienstraum füllte sich nach gewohnter Weise. Es war spürbar, wie sich ein wohltuender Balsam auf die Teilnehmer legte, als die “99 und 1 Schaf(e)”- Geschichte der Bibel sich in den Bodenbildern entwickelte. Ein jeder konnte sich in der Typologie einer Schafherde wiederfinden. Anteile in uns, auch als “gefundenes Schaf” können durchaus noch “unheil” sein und brauchen das behandelt werden vom “guten Hirten”.

Die nächste Station war San Jose dos Campos. (2 Std Fahrt, Richtung Rio de Janeiro) Alfred und Nelli haben dort eine Feg. Gemeindearbeit begonnen. Auch hier konnten wir durch Bodenbilder das Evangelium weitersagen.

Die dritte Station war Diadema, eine der Satellitenstädte bei Sao Paulo. Hier beginnt gerade eine Gemeindegründungsarbeit, immer am Samstag gegen Abend in einer Garage. Es begann mit der Bekehrung eines 17 jährigen Mädchens als sie die Gemeinde in Sto. Andre besuchte. Inzwischen ist die ganze Familie an Jesus Christus gläubig geworden. Auch die eine Nachbarin wurde vor kurzem auf ihren Glauben hin getauft. Beeindruckend war, dass alle Teilnehmer mit ihrer Bibel “bewaffnet” kamen.

Für mich war es ein besonderes Erlebnis und Bestätigung, dass im Anschluss an die Kurseinheit eine andere Nachbarin Jesus in ihr Leben einlud. Sie hat zur gleichen Zeit sich losgesagt von aller Idolatrie und Verehrung anderer Mächte.

Diese neue Arbeit in Diadema ist vielen geistlichen Widerständen ausgesetzt.

Wir befürchteten Störungen der Veranstaltung , ist doch die Garage offen und grenzt an eine große “Favela”, wo es extrem laut am Samstagabend zugeht. Aber als wir mit der Lektion begannen, war plötzlich nichts mehr davon zu hören, und erst als unser Programm zu Ende war, ging es dort wieder los. Mario drückte es so aus: “da wurde dem brüllenden Löwen das Maul zugehalten”.

Nun bin ich glücklich zurück und freue mich auf die nächste Reise….

Marlene Klassen