Stufen des Lebens-Kurs ” Ein Platz an der Sonne” auch in Russland

 

Mit sehr viel Grund zur Dankbarkeit sind wir, Gotthilf und Erika Stein, jetzt wieder gesund und wohlbehalten von Samara an der Wolga / Russland zurückgekommen.

Es war die Bitte der Evang. Lutherischen Kirche Samara, dass wir die Arbeit von Stufen des Lebens in ihrer Kirche vorstellen und ausprobieren sollten. Mit vielen Fragen und Zweifeln haben wir uns dieser Aufgabe dann gestellt und waren jetzt 3 Wochen unterwegs in Samara und Krasni Jar.

Die Evang.Luterische Kirche von Samara lädt jährlich Frauen aus der Wolga-Region zu einem Seminar in ihr Freizeitheim in Krasni Jar ein. Auch in diesem Jahr haben sich 27 Frauen angemeldet. Tagelang waren sie unterwegs mit dem Zug, um daran teilnehmen zu können. Das Gebiet erstreckt sich von Wolgograd (früher Stahlingrad) im Süden bis Kazan im Norden und bis zum Uralgebirge. Eine Teilnehmerin kam sogar aus der Ukraine. Sie wurde als Gast eingeladen, um die Verbundenheit mit den Evangelischen dort deutlich zu machen.

Das zweite Seminar war eine Gruppe von Frauen und zwei Männern aus der Gemeinde Samara und umliegenden Gemeinden. Es war beeindruckend, wie alle Teilnehmer mitgemacht haben, obwohl alles von einer Dolmetscherin übersetzt werden musste. Wir hatten eine ganz gute und herzliche Gemeinschaft in diesen Tagen. Auch die Dolmetscherin hatte sich ganz in ihre Aufgabe hineingegeben. Das war für uns eine Gebetserhörung. Hatten wir doch mit Ruth eine Frau bekommen, die aus Deutschland stammt und als Übersetzerin am Theologischen Seminar in St. Petersburg arbeitet. Dadurch war sie ganz in der Thematik und auch mit unserer deutschen Sprache so vertraut, dass wir uns wunderbar verstehen konnten. Jetzt ist sie bereit, die Mappe vollends zu übersetzen und zu formatieren. Somit wird es voraussichtlich im nächsten Jahr eine russische Vorlage zu „Ein Platz an der Sonne“ geben.

Da wir in diesem Jehr nur die ersten beiden Einheiten vorgestellt haben, war die Bitte, im nächsten Jahr wieder zu kommen und auch die beiden restlichen Einheiten mit ihnen zu machen. Ausserdem liegt die Einladung vor, auch in St. Petersburg diesen Kurs vorzustellen, damit auch in dieser Region und am Theologischen Seminar diese Arbeit bekannt wird. Es ist von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Westrussland gewünscht, dass diese Arbeit, die so neu für die Mitarbeiter und Gemeindeglieder ist, auch in Zukunft in ihrer Kirche einen guten Platz bekommen soll und Kurse angeboten werden sollen. Wie das dann geschehen kann, das müssen wir noch sehen, aber Gott hat uns eine Türe geöffnet und der Traum, den ER mir vor ca 5 Jahren geschenkt hat, ist Wirklichkeit geworden: Ich war im Traum unterwegs und ich war in Russland. Ich wusste es einfach. Ich konnte nichts verstehen und nichts lesen. Da zeigte mir Gott eine Scheune auf einem Hügel und neugierig ging ich dort hin. Die Türe war einen Spalt breit offen. Als ich hineinsah, war darin nur Herrlichkeit Gottes, Gold und Licht!

Nach dem Aufwachen konnte ich mit „Russland“ nichts anfangen und ich dankte nur für die Zusage der Herrlichkeit in meiner Arbeit als Kursleiterin. Jetzt erst, nach über 5 Jahren kann ich auch noch für die Herrlichkeit Gottes in Russland danken.

Erika Stein, Backnang