Gesucht – Gefunden

Gesucht- gefunden

 

Die Christophoruskirche Zorneding ist eine kleine evangelische Kirchengemeinde (ca. 1650 Gemeindeglieder) im Osten von München. Im Frühsommer 2013 sah sich der Kirchenvorstand mit der Planung einer Vielzahl von Jubiläen und Festtagen konfrontiert.

In das Überlegen hinein meinte eine Kirchenvorstandskollegin : „Es ist ja schön und gut, dass wir so viel zu feiern haben, aber ich finde, wir sollten doch mal wieder etwas für unsere Fundamente tun und ergänzend zu Gottesdienst und Bibelgesprächsrunden vielleicht einen Glaubenskurs anbieten. Da ist unser 25-jähriges Kirchenjubiläum auf jeden Fall ein guter Anlass!“

Damit traf sie bei mir und anderen genau den richtigen Nerv. Wir ließen uns von der Bayrischen Landeskirche den Ordner „Erwachsen glauben“ kommen und forsteten ihn durch. Mit dem Alphakurs und anderen Angeboten hatten wir schon einige Jahre zuvor Erfahrungen gesammelt und nun den Wunsch nach einem weniger intellektuellen,  sinn-licheren Glaubenskurs. Unabhängig voneinander favorisierten wir den „Stufen des Lebens“ -Kurs, mussten aber feststellen, dass das auch der Einzige ist, zu dem man eine Schulung braucht. Und wir wollten doch gerne bald loslegen…. So kam es, dass ich als nicht voll Berufstätige durchstartete und kurzentschlossen eine Schulung in Bad Urach zum Vaterunser besuchte. Wie genoss ich diese Tage dort! Das Konzept von Stufen des Lebens traf bei mir auf einen Widerhall, den ich vorher erhofft, aber nicht für möglich gehalten hatte. Mit seinem ganz praktischen Ansatz und dem Ursprung im Religionsunterricht spricht es mich als Person ganz an. Mit meinen Erfahrungen und Fähigkeiten als Ergotherapeutin, jahrzehntelange Kindergottesdienstmitarbeiterin und zeitweise Religionslehrerin hatte ich hier einen Anknüpfungspunkt für die Arbeit mit Erwachsenen gefunden.

Es fiel mir nicht schwer, meine KV-Kollegen zu begeistern und nachdem wir die Wintermonate zum Basteln nutzten (unter anderem entstanden in dieser Zeit 15 biblische Erzählfiguren), startete vor Ostern unser erster „Stufen des Lebens“ -Kurs.

An den vier Abenden kamen 20  Personen zwischen 17 und 75 Jahren, die Teilnehmerzahl schwankte  zwischen 10 und 18 Personen. Es waren etwa gleich viele Männer wie Frauen. Die Atmosphäre war sehr entspannt und angenehm, was sich auch in der Imbisspause beim lockeren Gespräch zeigte. Die Gäste waren unglaublich beeindruckt vom vorbereiteten Material und der phantasievollen, eindrücklichen Gestaltung der Kursinhalte. Schnell ließen sich die meisten auf die ungewohnt offen formulierten Fragen ein. Und auch die, die sich nicht oder wenig äußerten, waren ganz Teil der Gruppe und innerlich mit uns unterwegs. Es bewährte sich, mit dem Vaterunser-Kurs angefangen zu haben. Jeder hatte hier einen Anknüpfungspunkt und näherte sich dem Thema ganz unvoreingenommen.

Die Rückmeldungen nach dem Kurs waren positiv bis begeistert und so stecken wir schon wieder in den Planungen für den Nächsten: Im Herbst möchten wir gerne zum Thema „Zachäus“ einen Glaubenstag durchführen, zu dem wir auch in der katholischen Gemeinde einladen. Denn der „Zachäus“ ist unser diesjähriges ökumenisches Motto. Und im Frühjahr planen wir die nächste Kursrunde zu den „Quellen, aus denen Leben fließt“. Diesmal werden wir zu dritt an der Schulung teilnehmen, das ist eine große Freude für mich und Stärkung für die „Stufen des Lebens“ vor Ort.                                                         A. Küssner

 

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