Stufen in Paraguay

Im Oktober 2010 reisten Elke Werner-Schmit und Marlene Klassen, mit zwei Kursen von Stufen des Lebens im Gepäck, nach Paraguay. Ziel war die deutschsprachige Kolonie Fernheim,(im Gran Chaco) die 450km westlich der Hauptstadt Asuncion liegt. Hier ist die ursprüngliche Heimat von Marlene, die vor knapp 40 Jahren nach Deutschland übersiedelte.

18 Teilnehmer am letzten Abend des Kurses “Quellen, aus denen Leben fliesst“ Okt.2010

Elke schreibt: Für mich war es die erste Begegnung mit Südamerika. Paraguay erlebte ich als durch den gleichnamigen Fluss zweigeteiltes Land: den Osten mit grüner Vegetation und fruchtbarem Ackerland, auf dem bis zu drei Ernten pro Jahr möglich sind, und den Gran Chaco, mit langen Trockenperioden und extremer Hitze. Die Mennoniten haben es trotzdem geschafft, inmitten von Krüppelwald, Dornbusch und Kakteen, zu überleben und – wie mir schien zu mehr Wohlstand zu gelangen – als ihre Nachbarn auf der anderen Seite des Flusses. Ihr Geheimnis war wohl ihr Vertrauen auf Gott, das Leben in einer verbindlichen Gemeinschaft und der intelligente Umgang mit Regenwasser. Das hat zur Folge, dass sich nun immer mehr Ureinwohner des Landes (Indianer)und Latein- Paraguayer aus einem großen Umkreis, in ihrer Nähe ansiedeln.

Marlene schreibt: Ich hatte viel Lebenshilfe durch „Stufen des Lebens“ Kurse bekommen und dachte:“ Was mir gut tut, wird auch anderen gut tun“ und der Wunsch wurde immer intensiver, es meiner Herkunftsfamilie und- Gemeinde mitzubringen und mitzuteilen. Unser Traum ist, dass sich Menschen finden, die es für sich entdecken und wieder weitergeben wollen – auch in Spanisch und Portugiesisch, den beiden offiziellen Sprachen Südamerikas.

So haben wir schon spanische Kurzinformationen drucken können und der erste Kurs “Ein Platz an der Sonne“ wird gerade übersetzt ins Spanische.

Durch zwei Türen, die sich uns nun öffneten, möchten wir voller Zuversicht eintreten:

  • Ein deutschsprachiger Pfarrer der evang.-luth. Kirche in Santo Andre, Großraum Sao Paulo hat uns eingeladen
  • und in Asuncion wurde uns eine Tür geöffnet für die deutschsprachige Mennonitengemeinde. Auch in Fernheim werden wir wieder sein.
Elke und Marlene werden diesmal Traudel Krause, die dem Werk vorsteht, nach Brasilien und Paraguay begleiten. Wir werden vom 23.Mai(Abflug) bis zum 16. Juni(Ankunft) unterwegs sein.
v.l.n.r. Elke, Marlene und Traudel auf unserem 1. Multiplikatorentreffen in Löwenstein Mai 2011

 

Im Frühjahr 2008 lernten wir (Marlene und Elke) uns auf einer Kursleiterschulung von Stufen des Lebens  kennen. Seidem haben wir mehrere Kurse in Freien evangelischen Gemeinden in Frankfurt und dem Main-Taunus-Kreis durchgeführt.

Im Frühjahr 2010 waren wir auf einer Kursleiterschulung beim Blauen Kreuz in Burbach-Holzhausen und lernten dort Traudel Krause persönlich kennen.

 

Sie ermutigte uns unserem Traum, SdL nach Südamerika zu bringen, weiter zu verfolgen. Schon ein halbes Jahr später, nach kurzer Vorbereitungszeit, konnten wir die erste Reise realisieren.

 

Nun steht die zweite Reise bevor. Viel Unbekanntes und Sprachbarrieren warten auf uns, aber wir wollen unseren Blick im Vertrauen auf einen großen, starken Gott gerichtet halten.

Er ist es, der Türen öffnet (oder schließt) und der vor uns hergeht…ohne IHN können und wollen wir nichts tun!

 

 

Elke Werner-Schmit und Marlene Klassen