Erfahrungen von bundesweiten Diakonietagungen in Berlin

Zu den jährlich stattfindenden bundesweiten Tagungen „Weitergabe des Glaubens in der Diakonie“ für leitende Mitarbeiter war ich in diesen Jahren eingeladen.

  •  2005 Diakonische Akademie, Berlin-Pankow
  • 2006 Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Berlin
  • 2010 Ev. Bildungsstätte Schwanenwerder, Berlin

2005 und 2010 habe ich jeweils zwei Workshops angeboten, in denen ich „Stufen des Lebens“ anhand von Bodenbildern demonstriert habe und Informationen zu dieser Arbeit weitergegeben habe. 2006 habe ich „Stufen des Lebens“ dem Plenum vorgestellt.

An dieser Stelle möchte ich einige meiner eindrücklichsten Erfahrungen von diesen Tagen schildern.

Die Workshops zu „Stufen des Lebens“ fanden großen Zuspruch und die Teilnehmer/innen haben mit großem Interesse aktiv teilgenommen. Im Laufe der vergangenen Jahre sind mir immer wieder Menschen begegnet, die auf diese Workshops und „Stufen des Lebens“ Bezug nahmen und eindrücklich erlebt hatten. Sie kamen zu Kursleiterschulungen, um diesen Kurs in ihren Einrichtungen in der Diakonie und ihrem Arbeitsbereich anbieten zu können. Viele Kontakte sind entstanden und ich bin gespannt, was auch in Zukunft sich in Zusammenarbeit mit „Stufen des Lebens“ und der Diakonie entwickeln wird.

Zwei Erlebnisse von diesen Diakonietagungen möchte ich an dieser Stelle herausheben:

2006 fand die Diakonietagung für alle im Plenum statt und ich präsentierte meine Arbeit mit Bodenbildern und Gegenständen des Alltags in einem Kreis von Tischen.

Es war eine große Herausforderung für mich, weil alle Präsentationen vor und nach mir mit den den neuesten Errungenschaften der Technik dargestellt wurden.

So kippte ich einen Sack voller Scherben in die Mitte, um zu demonstrieren, vor oder in welchem persönlichem Scherbenhaufen sich die Ehebrecherin aus Johannes 8, 1-11 sich befunden haben mag. Die Figur der Ehebrecherin stellte ich in die Mitte des Haufens und die Figur des Jesus bahnte sich im Laufe der Geschichte einen Weg zu ihr durch die Scherben im Bodenbild. Die Figuren der Pharisaer wurden mit den Worten Jesu: „Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie.“

im Bild jeweils auf einen Spiegel gestellt. Durch diese veranschaulichte  Geschichte wurden die Teilnehmer/innen herausgefordert, die Positionen der einzelnen handelnden Personen anzuschauen und sich in sie hineinzuversetzen. Durch diese Visualisierung kam es zu einem lebhaften und persönlichem Austausch, was anschließend von Ulrich Laepple (Pfarrer und Referent für  missionarisch-diakonischen Gemeindeaufbau bei der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (AMD) im Diakonischen Werk der EKD) noch einmal als besonders bemerkenswert herausgehoben wurde.

Auf der Diakonietagung in Schwanenwerder hatte ich „Stufen des Lebens“ mit Bodenbildern demonstriert. Im anschließenden Austausch von Informationen  kam die Frage auf, in wieweit die Arbeit sich in der Diakonie einsetzen ließe. Ich erzählte ein  Beispiel aus der City Station der Berliner Stadtmission (Arbeit mit Obdachlosen): In einem Kurs von Stufen des Lebens“ geht es darum, dass durch  einen „roten Faden“ die Liebe Gottes symbolisiert wird, die sich durch unser Leben zieht, egal ob wir es spüren oder merken. Jede/r Teilnehmer/in bekommt anschließend so ein Stück roten Fadens.  Einen Teilnehmer muss das wohl so beeindruckt haben, dass er ihn zeitlebens an seinem Kleidungstück befestigt getragen hat und damit sogar zu Grabe getragen wurde.

Was nach meiner Erzählung geschah, hat mich dann über Gottes Möglichkeiten zum Staunen gebracht. Einer der Teilnehmer der Diakonietagung nahm sein Portemonnaie aus der Tasche und zog daraus einen roten Faden hervor, den er seit Jahren nach einem besuchten Kurs von „Stufen des Lebens“ mit sich  trug. Damit erübrigten sich  alle weiteren Fragen über die Möglichkeiten von „Stufen des Lebens“ in der Diakonie.

Seitdem haben immer wieder Kurse in der City-Station stattgefunden. Zuletzt wurde Ende 2011 der Kurs „Ein Platz an der Sonne“ wieder mit tollen Erfahrungen von Ole Jaeckel Engler und Team durchgeführt.

Ute Wegend, Multiplikatorin der Ev. Kirche Berlin -Brandenburg-schlesische Oberlausitz