Stufen des Lebens in Österreich – Ein Bericht von Esther Nöttling

Schon der Auftakt, wenn ich den Seminarraum betrete, ist ein Blumenstrauß, der einem in die Hand gedrückt wird als ein Willkommen, dass ich da bin. Ein Sesselkreis, den ich sonst ja nicht so „gemütlich“ finde, umkreist ein Bodenbild, das bereits das Thema verkündet. Und es verrät gleich vorneweg: das ist wahrlich „mit Liebe gekocht!“

Das fällt in die gestresste Seele wie eine Hängematte, die dich einläd: lass dich fallen, lass dich ein, gib dich hin. ….und du wirst abgeholt, mit leisen Fragen herangelockt (eigentlich sind diese psychologischen Fragen nicht so mein Geschmack) – deshalb bin ich vorerst auch ruhig und warte auf Besseres.

…..aber da war doch was – diese e i n e Frage?.. hat sie nicht ein Neuron meines Gehirns angestachelt, ein Ding in meinem Leben aufblitzen lassen….. und schon bin ich konfrontiert mit meiner Kleinheit, schon bin ich neben ihm – am Baum – neben diesem Zöllner Zachäus, – a u c h klein in sich.

S e h e n will auch ich I H N! Ob E R wohl an meinen Platz kommt? Ob E R mich sieht, auch wenn ich eigentlich gar nicht entdeckt werden will? …und da ist E R , sieht hoch zu mir, auf meinen imaginären Stelzen erhoben ins Blätterdach eines Maulbeerbaumes, versteckt im Laubwerk meiner Versuche, nicht entdeckt zu werden. ….und doch mit großer Sehnsucht, meine Kleinheit nicht mehr zu verstecken

die Blätter von mir zu tun, sie fallen zu lassen, endlich ..und….JA! E R ruft mich – ich steige runter- e i l e n d s – es hält mich nichts mehr – E R will einkehren ! Bei mir ? ! Will meinen Platz ausleuchten – Will sein Heil fließen lassen

H e u t e      ist mir Heil widerfahren

Es war dies ein Seminar, in welches so viel Liebe, Zeit, Engagement investiert und wo so viel Herzblut und Offenheit gezeigt wurde – für 12 Zachäusse, denen ein Platz an der Sonne zugewiesen ward. Alle sind wir runtergeholt und unverhofft zu Gastgebern geworden – für Jesus, der eigentlich vorhatte, nach Jericho zu ziehen und extra wegen mir/uns Halt gemacht hatte.

Das will ich weitergeben, das kann ich nicht für mich behalten, vierfach will ich zurückgeben –

Whow! – Es will Heil widerfahren ……………………………………………..aber ist nicht meine Zunge zu schwer???????????

 

Esther Nöttling