Reliphon

Jesus hat den Schlüssel zum Leben ()

Hans-Martin Steffe, 16. April 2018
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon

Jesus hat den Schlüssel zum Leben
Kennen Sie das auch? Sie stehen vor der eigenen Haustür, aber Sie können sie nicht aufschließen. Vielleicht haben Sie den Schlüssel vergessen oder drinnen stecken lassen. Die Tür ist verschlossen.
Manches ist mir im Leben im übertragenen Sinn auch verschlossen. Dann blicke ich es nicht. Gut, wenn ich jemanden habe, der mir weiterhelfen kann. Jemand, der es mir erklärt oder für mich löst.
Verschlossene Türen kenne ich auch im Zwischenmenschlichen. Zu manchen Menschen habe ich einfach keinen Zugang. Sie sind mir verschlossen. Oder: ich habe mich mit jemanden verstritten. Ein Wort hat das andere ergeben. Jetzt wechseln wir kein Wort mehr miteinander. Die Tür ist zugeschlagen.
Und dann gibt es noch eine Tür, die kein Mensch aufschließen kann, das Tor des Todes. Der geschlossene Sarg, das zugeschüttete Grab.
„Wer wälzt uns den Stein vom Grab?“ so haben die Frauen gefragt, die als erste zum Grab Jesu gegangen sind. Dort war er zwei Tage zuvor tot hineingelegt worden.
Aber Jesus ist nicht im Tod geblieben. Das ist die unglaubliche Botschaft von Ostern.
Das Neue Testament erzählt von einige Begegnungen des auferstanden Jesus mit seinen Jüngern.
Das Wort für das Osterfest stammt aus einer Vision des Gemeindeältesten Johannes. Er hat sie in seiner Verbannung auf der Insel Patmos empfangen. Er schildert, wie ihm der auferstandene Christus in mächtiger Gestalt begegnet und er ihm zu Füßen gefallen ist wie tot. Er schreibt: Und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ Johannes war nur zu Tode erschrocken, aber Jesus war wirklich ganz und gar tot gewesen. Jetzt ist er es – Gott sei Dank – nicht mehr und wird es nie mehr werden. Denn er ist lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit. Darum hat er auch Johannes aus seiner Schockstarre befreit. Jesus hat die rechte Hand auf ihn gelegt und hat das erlösende göttliche Wort gesagt: „Fürchte dich nicht!“ Und dass er den Schlüssel zum Tod und zum Totenreich hat. Der Tod hat nicht mehr das letzte Wort. Das letzte Wort hat Gott. Und die Schlüssel zum Tod hat er seinem Sohn übergeben.
Christus hat den Schlüssel für das Totenreich und hat uns den Himmel aufgeschlossen. Das Evangelium für Sie und mich: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Und ich darf mich Jesus anvertrauen, der die Schlüssel zum Tod und zum Totenreich hat und die Macht auch mich aus dem Tod zu erwecken. Mit Jesus darf ich heute schon erleben, dass er auch andere verschlossene Türen öffnet, auch zwischen verstrittenen Menschen. Er gibt mir Kraft zum ersten Schritt des Vergebens.
Ein geöffnetes Herz für Jesus und unsere Nächsten wünsche ich Ihnen und mir,
Ihr Hans-Martin Steffe.

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