Reliphon

Schwachheit und Stärke ()

Traudel KrauseTraudel Krause, 12. Februar 2018
Teil der Reliphon Serie, gehalten als Reliphon

Reliphon für den 12.2. 2018
Schwachheit und Stärke
Alle Kurse von Stufen des Lebens sind lebensgeschichtlich und viele haben den Gedanken, dass beides zu uns gehört: Schweres und Leichtes, Helles und Dunkles, Leid und Glück, Krankheit und Gesundheit, Schwachheit und Stärke.
Beides gehört zu mir. Die Bibel spricht von dieser Spannung. Und weil wir die Spannung nicht gut aushalten können, machen wir gerne „Entweder - Oder“ daraus. Zum Beispiel Elia, der Starke Glaubensheld. Und mit Schwäche kann er zunächst garnichts anfangen. Als die Angst ihn packt, als er das Gefühl hat gescheitert zu sein mit seinem Vorhaben, da möchte er lieber sterben.
Hans- Joachim Eckstein sagt: Was bedeutet es nun, an Christus zu glauben? Freude oder Traurigkeit, Stärke oder Schwachheit, Gewinn oder Verlust, Glücklichsein oder Leiden, Frieden oder Kampf? Beides. Und das Erste mitten im Zweiten.
Elia macht diese Erfahrung: obwohl er sich verlassen fühlt, so verlässt Gott ihn doch nicht. Auch an seiner tiefsten Stelle spricht Gott ihn an. Gott verlässt ihn nicht.
Im 2.Korinterbrief erzählt Paulus seine Lebensgeschichte und er klammert die Schwachheit nicht aus. Alle anderen Lehrer aus Korinth, die ihn angreifen und verleumden rühmen sich, wie toll sie sind. Paulus rühmt sich seiner Schwachheit und zählt vieles aus seinem schweren Leben auf. Er hat hart gearbeitet, war gefangen, hat Schläge erlitten, war oft in Todesnöten, hat 5 mal 40 weniger einen Geißelhiebe bekommen, Stockschläge hat er erlitten, gesteinigt wurde er, 3 mal Schiffbruch erlitten, ausgeraubt, in Wüsten geraten, in Gefahr ,in Mühe und Arbeit, viel Wachen , Hunger ,Durst, Fasten, Frost und Blöße. Er rühmt sich seiner Schwachheit und erzählt von seinem Pfahl im Fleisch. Wir wissen nicht , was es genau war. Ob er Migräne, epileptische Anfälle oder etwas anderes hatte. 3 mal flehte er Gott an, diese Krankheit, den Pfahl im Fleisch wegzunehmen. Er erzählt, wie deutlich er Gottes Wort gehört hat. : „Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft kommt in der Schwachheit zur Vollendung. „
Nicht dass Paulus hier die Schwachheit verherrlichen will. Nein. Er sagt, dass Gott auch noch in der Schwachheit zum Ziel kommt.
Was ist mein Pfahl im Fleisch? Mein dunkler Fleck in meiner Biographie? Das von dem ich denke, dass man damit keinen Staat machen kann. Lasse ich da Jesus ran oder muss ich es verstecken und so tun, als ob ich nur die Schokoladenseite habe. Muss ich so tun, als sei alles gut?
Meine Schwachstelle und meine Brüche können Jesus nicht hindern zu seinem Ziel zu kommen. Es sind Gottes Möglichkeiten.
Gott ist in mir stark in Zeiten der Schwäche. Paulus sagt: „Wenn ich schwach bin, bin ich stark.“
So will ich mir in dieser Woche immer wieder klarmachen, dass Gott in meiner Schwachheit zum Ziel kommt.
Eure Traudel Krause

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