Dein größtes Geschenk

Weihnachten ist ja eigentlich eine Geburtstagsfeier, das Fest der Geburt Christi. Wenn wir nationale Feiertage für Heilige, Schlachten und Siege haben, sollten wir auf jeden Fall die Geburt  des größten Menschen aller Zeiten feiern! Jesaja sagte 750 Jahre vor Christi Geburt:

Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens.

Alle diese Worte gingen in Erfüllung, als Jesus geboren wurde. Jedes Weihnachtsfest können wir nun sagen, dass „ein Sohn uns gegeben“ wurde. Das ist der Kern von Weihnachten.

Und was für ein Sohn ist aus ihm geworden! Keiner hatte eine solche Geburt wie er, und damit meine ich nicht nur die Jungfrauengeburt. Jesus Christus wurde geboren, weil er geboren werden wollte. Niemand sonst hat je die Entscheidung getroffen, geboren zu werden. Wie auch? Jesus war nicht das Ergebnis einer Familienplanung. Er hat seine Geburt selbst zusammen mit dem Vater im Himmel geplant. Darüber hinaus aber plante er die Familie Gottes, einschließlich der Erlösung durch sein eigenes Blut. Der Sohn Gottes wusste, wie das Leben als Mensch sein würde, und dennoch wollte er zu uns kommen.

Er kam in einer rauen Zeit in ein primitives Zuhause, wo es nur harte Arbeit und einfachstes Essen gab. Er wusste, dass er grausam hingerichtet werden würde. Warum in aller Welt wollte er nur solch ein Leben ertragen und erleiden? Die Antwort lautet: Er wollte unser Erlöser sein. Er war entschlossen, um jeden Preis Teil der Menschheit zu werden. Er ließ sich nur mit dem Titel „Menschensohn“ anreden. Er identifizierte sich voll und ganz mit der Menschheit. Jesajas Worte „ein Sohn ist uns gegeben“ drücken diese Solidarität mit uns aus. Jesus ging sogar noch erheblich weiter und ließ „sich zu den Verbrechern zählen“.

In der Bibel werden immer wieder zwei Wörter verwendet: „für uns“ . Er ist nicht zu seinem eigenen Vorteil auf die Welt gekommen – er konnte dadurch nichts für sich gewinnen. Alles, was er war und tun konnte, war nur für uns bestimmt. Jeder Atemzug, den er tat, war für uns, für die Familie. Er ist dein größtes Geschenk an diesem Christfest.

(Auszug aus Andachtsbuch „Täglich frischer Wind“ -Reinhard Bonnke / CfaN e.V. Frankfurt)