Weil du JA zu mir sagst – erlebt

Kursleiterschulung in Löwenstein, 13./14. März 2017
Weil du JA zu mir sagst

Schon lange hatte ich es vor! Jetzt endlich war es soweit und ich wusste schon während der ersten Einheit: das ist genau das Richtige! Diesen Glaubens-Kurs möchte ich in meine Gemeinde einbringen.  Vor der letzten Vorstandswahl in unserer Kirchengemeinde war ich angefragt worden, ob ich mich als Kandidatin zur Wahl stellen würde. Schnell war mir klar, dass ich keine Gremienaufgabe übernehmen wollte, aber es wuchs der Wunsch in mir ein geistliches Angebot in meiner Gemeinde anzubieten. Ich hatte schon viel Gutes über „Stufen des Lebens“ gehört und so suchte ich nach einer Kursleiter-Schulung, die ich besuchen konnte.

Aus der Vielzahl der Kurse entschied ich mich für das Thema „Weil du JA zu mir sagst“. Es war sehr eindrücklich in den vier ganz unterschiedlichen Einheiten immer wieder dem großen und bedingungslosen JA unseres Gottes zu seinen Menschen zu begegnen. Zwei der Bodenbilder haben mich besonders ermutigt und fallen mir immer wieder in meinem Alltag ein.

Das eine: Es gibt oft so viel Ablehnendes, das sich zwischen mich und dem, was ich gerne tun will, stellen kann. So viel vernünftige Argumente, die dagegen sprechen, so  viel ABER, die es unmöglich machen einen nächsten Schritt zu gehen. Anschaulich wurde das durch eine große Distanz zwischen zwei Erzählfiguren und schwarzen Balken (Papierstreifen) zwischen den beiden, auf denen all die Unmöglichkeiten standen.  Unüberwindlich war der Weg zueinander, unerreichbar das Ziel, es war einfach hoffnungslos. Durch Gottes Zusprüche (auf weißen Papierstreifen) fügte sich daraus dann  fast wie von allein ein Zebrastreifen – ein Weg, der sicher zu gehen war! Gottes JA bahnt uns einen Weg, der vorher nicht sichtbar war. Gottes JA verwandelt unsere Grenzen und Stoppstellen in gangbare Wege.

Das andere Bodenbild: Selbst unter den Scherben meines Lebens liegt das dicke, große und unverbrüchliche JA Gottes. Ich darf ihm vertrauen, dass er noch unter dem was mir zerbrochen ist oder zerbrochen wurde der feste Grund ist, auf dem ich stehe. Mein Kopf weiß das schon lange – schließlich ist das die Botschaft des Evangeliums, aber dass es mein Herz fassen kann ist immer wieder ein Vertrauens-Wagnis. Spitze Scherben gehören auch zu meinem Leben, schon weil Beziehungen nicht einfach gelingen, selbst wenn ich mich mächtig anstrenge. Sie sind immer etwas Zerbrechliches. Das fordert mich persönlich ganz besonders im alltäglichen Leben zum Beispiel mit unserem autistischen Sohn heraus. So vieles will einfach nicht gelingen und Gott tut nicht das Wunder, dass alles normal und problemlos wird. Aber er schaut auch nicht einfach nur auf all die Scherben, die geworden sind: ER selbst ist der feste Grund darunter. Sein JA zu mir und zu all dem was da ist, macht mir Mut durchzuhalten und den nächsten Schritt zu gehen. Ich kann meine Scherben wahr sein lassen, ohne daran zu verzweifeln. Das ist eine viel größere und heilsamere Botschaft, als wenn es gar keine Scherben in meinem Leben gäbe.

Ich freu mich jetzt schon drauf diese heilsamen und hoffnungsvollen Bilder und Bibelgeschichten mit andern zu teilen und bin mir sicher, Gott ermutigt  dadurch Menschen ihm zu vertrauen und seinem JA mehr zu trauen als all den ABER‘s, die wir im Kopf haben.