Stufen erlebt – persönlicher Bericht vom Quellen-Kurs

 Zum Kurs „ Quellen aus denen Leben fließt “ in H. im Frebruar 2017

 Ich möchte kurz berichten – wie es mir erging:

Meine Freundin hat mich gefragt, ob ich Lust habe, sie zu diesem Kurs zu begleiten – damit wir ihn gemeinsam anbieten können. Das Kursthema hat mich gleich angesprochen, weil ich mit Quellen sehr viel positives verbinde ( Kraft, Freude Erfrischung usw.). Ich habe Gott gebeten, mir dort zu begegnen und mir zu zeigen, was im Moment dran ist, welche Quellen ich anzapfen kann und wo er seinen Finger in meinem Leben drauflegen möchte. Ich wollte nicht nur eine Schulung sondern auch eine Begegnung mit Gott.

Ich habe mich dann in vielen Punkten in den Bodenbildern wiedergefunden. Dadurch wurde mir in einigen Bereichen meines Lebens deutlich, wo ich gerade stehe und wo ich eigentlich hin möchte.

Doch an einem Punkt hat es mich richtig erwischt. Mir wurde sehr deutlich, wo Gott seinen Finger drauflegt und als Traudel Krause am Ende fragte, was wir mitnehmen oder was uns angesprochen hat, hatte ich eigentlich nicht vor, mich den anderen mitzuteilen. Aber sie sprach mich direkt an. Und so habe ich erzählt, dass ich zum zweiten Mal verheiratet bin. Das ich diejenige war, die nicht mehr konnte und die Scheidung wollte. Aber mir war auch klar, dass Gott das nicht wollte. In diesem Konflikt musste ich mich entscheiden.

Bleibe ich verheiratet – dann wollte ich mit diesem Gott nichts mehr zu tun haben.

Also habe ich dann beschlossen, mich scheiden zu lassen, auch wenn es „Falsch “ in den Augen Gottes ist. Aber ich konnte Ihn weiterhin suchen, ihn um Vergebung bitten und mir von ihm helfen lassen. Doch es lag noch sehr lange ein Gefühl der Schuld auf mir. Ich habe Hilfe gesucht und auch bekommen, aber tief in mir war die Schuldfrage nicht ganz geklärt ( obwohl ich das dachte).

In dem Kurs wurde von einer Frau berichtet die eine Scheidung durchlebt hat und dass Gott einen Entwurf zerrissen hat.

Das war für einige bedrohlich und eine klare Schuldzuweisung von Gott – für mich war es genau das Gegenteil. Dieser Entwurf ist endgültig zerrissen und es gibt einen Neuen – einen Plan B – für mein Leben. Und je mehr ich darüber nachdenke und mich damit auseinandersetze, umso mehr kann auch ich loslassen und annehmen, dass Gott mich immer noch ganz will und einen Plan mit meinem Leben hat.

 Danke, dass ich dies in dieser Gruppe aussprechen durfte (wenn auch unter Tränen). Aber dadurch wurde etwas in mir festgemacht, greifbarer, realer. Und ich möchte Jeden ermutigen, auszusprechen, was man auf dem Herzen hat – denn indem wir uns mitteilen, werden wir gesegnet und können etwas festmachen und das, was in uns hochkommt, geht nicht mehr so schnell verloren.