Komm und folge mir nach, auch in tiefen Wassern voran

Gottes Hoffnung auf den Menschen hört trotz allem nicht auf. In einer Welt voller Gewalt erscheint er mit wehrlosem Antlitz und setzt auf uns sein Vertrauen. In nach menschlichem Ermessen ausweglosen Situationen taucht in uns mitunter die Frage auf: „Was erwartest du von mir?“

Gott verlangt nichts Außergewöhnliches, sondern nur, dass wir Tag für Tag einen neuen Anfang machen und in Demut mit ihm gehen, ohne uns durch Misserfolge, Fehltritte, Schwächen oder Grenzen aufhalten lassen, die wir bei uns und anderen entdecken. Nichts festhalten und auf den Gedanken verzichten, die Dinge sollten anders sein oder Ereignisse hätten anders verlaufen können oder sollen. Einfach da sein in der Gegenwart und in das einwilligen, was ist. Mit einem freien und armen Herzen vorangehen und in der Offenheit für den ganz Anderen und für die Anderen, für die ganze Schöpfung, den Sinn unserer Existenz finden.