Der RELI-Ausflug nach Schloss Reichenberg in das Erfahrungsfeld

Am 4.7.15 bestiegen wir als gut gelaunte Gruppe von ca. 50 Personen um 7.30 Uhr unseren wohlklimatisierten Bus beim Reli-Haus in Richtung Reichelsheim. Leider brachte uns eine Umleitung erst verspätet zum Brezelfrühstück am Fuße des Reichenbergs, den wir danach gestärkt erklommen.

Nach einer informativen Begrüßung und Vorstellung von OJC-Mitgliedern starteten wir auch schon im Erfahrungsfeld die ersten gemeinschaftsfördernden und unterhaltsamen Spiele in der ganzen Gruppe. Danach teilten wir uns in 3 kleine Grüppchen mit jeweils eigenem Führer. So erlebten wir viele Stationen wie z.B. verschiedene Spiele im Rittersaal, Eigenbesinnung im Waldkirche-Areal, einen schönen Aufenthalt in der Michaels-Kapelle, usw. Dank vieler Schattenplätzchen wie der Film über „Spuren im Sand“ im kühl-feuchten Gewölbekeller, dem Sitzen und Spielen im kühlen Rittersaal und der Kapelle blieben wir nicht nur von der sengenden Hitze verschont, sondern lernten auch fast alle Orte der so aufwendig und liebevoll restaurierten Schlossanlage kennen.

Interaktiv und herausfordernd war die Arbeit am Klangbrunnen (Wasser-Klang-Installation): nur mit guter Zusammenarbeit konnte die Gruppe durch aus dem 17 Meter tiefen Brunnen (ein echter Renaissance-Ziehbrunnen, den die OJC-ler 2008 sanierten) geholtes Wasser das Wasserspiel zum Laufen bringen. Das machte Spaß und ließ uns am Schluss ein schönes Klangspiel hören.

Meditativ und informativ war es in der Michaelskapelle: wie nach 6 Jahren Bauzeit eine gotische Kapelle, die viele Jahrhunderte im Dornröschenschlaf lag, komplett restauriert und wieder ihrer Bestimmung zugeführt wurde. Allein die Fenster vom heimischen Künstler Robert Münch von 2014 sind ein Kunstwerk für sich.

Das Erfahrungsfeld gibt es schon seit 2010 und wurde kontinuierlich erweitert. 2011 kam überraschenderweise durch normale Wohnungs-Renovierungsarbeiten der Rittersaal hinzu und 2014 die Wasser-Klang-Installation.

Etwas verspätet durften wir ein wundervolles Mittagessen (Schnitzel, Salate, Kartoffeln und Dipp) und einen noch wundervolleren Nachtisch genießen. Der Speisesaal, in den wir gar nicht alle hineinpassten, war großartig restauriert und vermittelte echte Burg-Atmosphäre.

In der Kapelle sammelten wir uns alle zusammen ein letztes Mal und es gab einen Ausklang des Erlebnisfeldes mit Gebeten und Liedern zum Lob Gottes bevor wir uns auf den heißen Teerweg ins Dorf hinunter begaben. Trotz etwas überforderter Klimaanlage brachte uns unser Busfahrer wohlbehalten zum Reli-Haus zurück.

Beate Rothfüß

Klangbrunnen
Klangbrunnen