Segenskurs – Feedback einer Kursteilnehmerin

Stufen des Lebens – Der Segen bleibt

 

Als Teilnehmer eines Stufen des Lebens Kurses weiß man nie so recht, worauf man sich einlässt. Man sitzt im Kreis und schaut auf ein „Bodenbild“. Oft erscheint einem das, was dort auf dem Boden aufgebaut ist, zusammenhanglos, nicht mit dem Titel des Kurses in Einklang zu bringen. Und irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man merkt, dass das nicht mehr nur eine Geschichte aus dem alten oder neuen Testament ist, sondern dass sich dort auf dem Boden meine eigene Geschichte entwickelt.

Iris Antepoth und Silke Stünn haben uns mitgenommen in die Lebensgeschichte des Jakob. Vielen von uns bekannt. Schon aus Sonntagschulzeiten. Aber gerade dieses „ach das kenn ich ja alles schon“ trübt uns oft den Blick für das Geschehen hinter dem Geschehen.

Da ist er, der Jakob. Das Schlitzohr, der sich heute  mit dem Erschleichen des Erstgeborenensegens vielleicht sogar die Anerkennung des „Big Business“ sichern würde. Aber was war der Preis? Jahre der Einsamkeit, Zweifel, Angst und die Erkenntnis, dass andere das Spiel genauso gut beherrschen wie er. Mit Laban findet er seinen Meister. Noch gewinnsüchtiger und ausgebluffter als er selbst.

In den vier Kurseinheiten gehen wir mit Jakob durch all die Höhen und Tiefen seines Lebens. In der heutigen Zeit würde man daraus eine unendliche Daily Soap machen können mit all den Intrigen, Lügen, zerstrittenen Familien, Tod, Trauer und immer wieder Zurückkämpfen ins Leben. Spätestens dann merken wir, dass die Bibel keine Geschichten erzählt, die in sich beendet sind. Der Untertitel des Kurses hieß ja auch: Jakob zwischen Kämpfen und Geschehenlassen. Das ist doch auch unsere Geschichte. Auch wir kämpfen. Oft weil wir selber schuld sind. Weil eine falsche Entscheidung uns auf Jahre lähmt, ängstigt, uns aus der Bahn wirft. Weil wir nicht abwarten können, was Gott mit uns vorhat und glauben, alles selbst in die Hand nehmen zu müssen.  Auch wir müssen geschehen lassen. Weil wir müde sind, kraftlos, unentschlossen. Wir fühlen uns oft nicht mehr in der Lage darauf zu schauen, was in unserem Leben noch trägt, wer uns trägt.

Der goldene Segensfaden, der sich durch die vier Einheiten zog, war immer da. Manchmal als breites Band, manchmal nur als dünner Faden. Aber bei genauem Hinsehen immer sichtbar. Der Kurs hat uns Teilnehmern gezeigt, wie wichtig es für uns alle ist, Augen, Ohren und Herz offen zu halten für den Segen Gottes. Ihn uns manchmal sogar zu fordern. Das ist unser gutes Recht, denn Gott hat ihn uns zugesagt.

Ein herzliches Danke schön an die beiden Kursleiterinnen, die uns auf diesen Weg,“ unseren Weg“ mitgenommen haben.